Concept Fahrzeuge

Conceptfahrzeuge sind automobile Desingstudien, welche mit starken Änderungen am typischen Design zur Publikumstauglichkeit präsentiert werden. Somit erhält man Rückmeldungen von den Käufern. 
Zum anderen sind es Machbarkeitsstudien, wo technische Aspekte im Vordergrund stehen, die in der Zukunft realisiert werden könnten.

In der Regel werden diese Fahrzeuge im Rahmen von Messen oder Ausstellungen präsentiert. Die meisten der Fahrzeuge gegen nicht unverändert in Serie oder werden nicht zur Serienreife entwickelt.

Hier zeigen wir eine Übersicht der Opel Fahrzeuge mit Präsentationsort, Zweck sowie wenn vorhanden ein Foto. Die originalen, noch verfügbaren Fahrzeuge sind in der Classic Werkstatt von Opel in Rüsselsheim "versteckt" und leider nicht öffentlich zu besichtigen.

 

 

1938 - Opel Kadett ‚Strolch‘

Präsentation: nicht bekannt

Auf Basis eines Kadett Sparmodelles KJ38 entstand offensichtlich im Jahre 1938 der Prototyp eines zweisitzigen Cabrios. Der schicke Roadster hat es allerdings nie zur Serienreife geschafft. Aus einem alten Sitzungsprotokoll der Geschäftsführung geht hervor, das u.a. die knappen Stahlressourcen im Vorfeld des zweiten Weltkrieges und potentiell geringer Stückzahlen in diesem Segment das Projekt nicht weiter verfolgt wurde.
Im Archiv fanden sich aber bereits druckfertige Prospekte mit technischen Daten des Modelles, so das die Entscheidung wohl sehr spät erst gefällt wurde. Der Markenname "Strolch" war aber wohl nur ein interner Projektname, als "Kadett Zweisitzer" war das Modell wohl geplant. Somit war die Grundlage auch der Kadett KJ38 mit 1,1, Liter Vierzylindermotor mit stehenden Ventilen welcher 23 PS (17kW) leistete. Die Kraft wurde über einen Dreiganggetriebe und eine Kardanwelle auf die starre, an Blattfedern aufgehängte Hinterachse übertragen. Die Vorderachse kam komm Opel P4. Nach den technischen Daten brachte es der Motor auf eine Vmax von 98 km/h, die Dauerleistung lag bei 85 km/h. Das Fahrzeug wog 755 kg und war 3,62 m lang.

2008 baute die Classic Abteilung von Opel das Modell auf Basis von Bildern und des Prospektes nach . Als Basis diente ein Kadett aus dem Jahre 1938. Die Farbe im kräftigen Rot wurde aus Grauwertanalysen der alten Fotografien ermittelt.

       

1956 - Opel Blitz Mannschaftswagen

Präsentation: nicht bekannt

Prototyp des beliebten Opel Blitz

1965 - Opel Experimental GT

Präsentation: IAA Frankfurt 1965

Bereits im Winter 1963 begann man mit der Entwicklung des Opel GT. Es wurden Designstudien aus Plastilin gefertigt und der Prototyp stand auf der IAA 1965 unter dem Namen "Opel GT Experimental". Das extrem sportliche und trendige Design, welches unter einem Kadett Fahrgestell und dem Motor aus dem Rekord entstand, passte nicht so recht zu dem bis dahin soliden Markenimage von Opel. Der Wagen sollte vorrangig als Image-Träger von GM dienen. Formale Vorbilder waren Studien zum Chevrolet Monza GT und zu Corvette. Verbaut wurde ein 4 Zylinder Motor mit 90 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 185 km/h.
Bis zum preiswerten Sportwagen dauerte es noch etwas. Dazu musste die Serienversion der "Baby-Corvette", wie der Wagen wegen der Ähnlichkeit zum amerikanischen Modell aus dem GM Konzern oft genannt wurde, noch gravierende Design-Änderungen über sich ergehen lassen. Das Publikum auf der IAA war begeistert. Der spätere Serien-GT wirkte aber deutlich kleiner. 

1969 - Opel CD („Coupé Diplomat“)

Präsentation: IAA Frankfurt 1969

Dieses Coupé basierte auf einem Diplomat B mit 5,4-Liter-V8-Motor und bildete gleichzeitig die Grundlage der Studie Frua CD und damit auch des Bitter CD.

Die Heckansicht wurde durch einen Entwurf von Erhard Schnell für den Opel Aero GT von 1969 inspiriert. Die Karosserie war aus Fieberglas und baute auf einer um 30,5 cm verkürzter Bodengruppe (Radstand 2.540 mm) des Opel Diplomat B auf. Die Gesamtlänge betrug 4,57 cm und war nur 1,11 cm hoch, Statt Türen war eine zur Demonstration des Innenraums klappbare Glaskuppel verbaut. Die Front und Seitenscheiben wurden in die Kuppel bündig eingeklebt.  Die riesige Komplettverglasung aus Front- und Seitenscheiben inklusive Dach und Türen ließ sich zum Einsteigen hydraulisch nach vorne schwenken. Dabei klappt auch die Lenksäule nach oben. Das Cockpit war mit einer verstellbaren Lenksäule und einem daran frei aufgehängtem Instrumententräger konstruiert. Dazu gab es einstellbare Pedale. Die Studie stand auf 7Jx15 Leichtmetallrädern.

Unter der aus Glasfiber und Plexiglas gefertigten und zunächst in Silbermetallic lackierten Studie wäre die Technik nicht sichtbar und nur schwer zu installieren gewesen. Also baute man ein zweites Fahrzeug auf, in dem die Technik des Opel Diplomat und das komplett neu entworfene Interieur mit allen Bedienfunktionen auf der Mittelkonsole präsentiert wurden. Man wollte damals unbedingt ein Telefon installiert sehen. Aber da dieses damals praktisch nicht zu bekommen war, wurde einfach einen Hörer eingebaut.  Aus Zeitgründen war eine Karosserie für das auch "Sitting buck" (Sitzbock) genannte, fahrtüchtige Modell nicht mehr machbar. Also beließ man es bei einem filigranen Gitterrohrgerüst als spartanischer Andeutung der Außenhaut.

Nach dem Aufsehen erregenden Debüt auf der IAA 1969 und kurzzeitigem Schaulaufen auf den Autobühnen der Welt verschwand die Studie, die damals noch in Rotmetallic umlackiert wurde,  in den heiligen Hallen der Opel-Zentrale in Rüsselsheim.

1969 - Opel GT Aero

Präsentation: IAA Frankfurt 1969

Passend zum Opel GT fehlte Ende der 60iger Jahre noch eine offene Version. Diese zeigte man auf der IAA 1969, ein GT mit Targa-Dach. Hinter den Sitzen befand sich eine kleine, senkrecht stehende Scheibe, welche elektrisch herunter gefahren werden konnte. Die hinteren Seitenscheiben befanden sich hinter schmalen Schlitzen im Bügel. Leider überzeugte das erste Modell (in Farbe orange), welches bei Carrozzeria Fissore (italienischer Karosseriehersteller aus Savigliano bei Turin) gefertigt wurde, qualitativ nicht. Auch das zweite bei Michelotti gebaute Modell (in Farbe blau) konnte nicht überzeugen. Dieses wurde bei Ausstellungen in den USA gezeigt.

Erst 1976 wurde auf dem Genfer Autosalon das Serienmodell "Kadett Aero" gezeigt, welches aber fest stehende Scheibenrahmen in den Türen und vier Sitze aufwies.

1971 - Opel Elektro GT

Präsentation: nicht bekannt

Der Frankfurter Autobesitzer und gleichzeitig einer der Enkel von Adam Opel, Herr Dr. George von Opel, war zu dieser Zeit von der Idee des Elektroantriebes überzeugt. Somit baute man auf Basis eines Opel GT, welcher bereits aerodynamischen Qualitäten und hohe Stabilität besaß um eine schwere Batterie aufzunehmen, des Elektro GT. 

Für die Versuchsfahrten lieferte Bosch zwei 120-PS-Gleichstrommotoren, die kurzfristig sogar 160 PS zur Verfügung stellten, Continental entwickelte rollwiderstandsarme Hochdruckspezialreifen (bis 4,5 bar) und Varta steuerte zwei Nickel-Cadmium-Batterien bei. Diese wurden in einer Winkelkonstruktion auf der Beifahrerseite und hinter dem Fahrersitz platziert. Für Kurzstreckenversuche waren 280 Nickel-Cadmium Zellen, für lange Distanzen 360 Zellen verfügbar. Um das Gesamtgewicht von bis zu 1,7 Tonnen tragen zu können, mussten härtere Federn verbaut werden. Die Motoren wurden mechanisch gekoppelt um ihr Leistung über die Serienkardanwelle an die Hinterachse weiterzugeben. Mit der Achsübersetzung von 3,18 (Opel Manta) konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h erreicht werden.
Auch die Steuerungselektonik liefert Bosch zu. Der Ankerstrom musste durch einen mehrstufigen Vorwiderstand begrenzt werden. Die kühlungsbedürftigen Fahrwiderstände lagen unter dem Fahrzeugheck im Fahrtwind. Bis zum erreichen der Nenndrehzahl des Triebwerks (2100 U/min ~ 80km/h) wurden die Widerstandsstufen automatisch durch eine elektronische Schützensteuerung geschaltet, während ein elektronischer Gleichstromsteller für vollen Erregerstrom (maximales Drehmoment) sorgte. Bis 80 km/h beschleunigte der Elektro-GT völlig unabhängig von der Stellung des Fahrpedals, es diente lediglich zum Einschalten des automatischen Ablaufs. Zur weiteren Erhöhung der Drehzahl, wurde der Ankerstrom mit dem Pedal zwischen 0 und 400 A dosiert.

Für eine aerodynamischen Optimierung wurden alle Lufteinlässe im Frontbereich verschlossen sowie Rückspiegel, Stoßstangen und Türgriffe entfernt. Ein elektrisches Kühlgebläse wurde für die Elektromotoren verbaut, dazu erhielt der Bremskraftverstärker eine elektrische Vakuumpumpe.  Um einen Zugang zur elektronischen Steuereinheit zu erhalten war unterhalb der Heckschiebe das Blech aufklappbar. Der Tank wurde entfernt. 

Leider überschätzte man die Möglichkeit der Batterien, so das ein Langstreckenversuch von 100 km bereits nach 44 km aufgrund leerer Batterien beendet werden musste. Dazu war der viel zu schwäre Wagen in einer außerplanmäßigen Situation kaum zu beherrschen gewesen. Der Gesamterfolg des Elektro-GT setzte aber sicherlich weitere Akzente in der Geschichte des Opel GT. 

1972 - Opel Manta (B)

Präsentation: nicht bekannt

Grundlage des Manta B bildete diese Studie. Hierbei fehlen zwar noch Spiegel und Stoßstangen, aber die Serienform war bereits gut zu erkennen. Es soll zusätzliche noch Prototypen mit Targadach oder Fließheck gegeben haben. Einen Motor besaß die Studie aber nicht.

1972 - Opel GT Diesel Rekordwagen

Präsentation: Opel-Testzentrum Dudenhofen

Dieses Versuchsfahrzeug für Dieselautos wurde von einem Vierzylinder Dieselmotor mit Abgasturbolader, welcher 2068 Hubraum und einer Leistung von 95 PS ( 70 kW) hatte, angetrieben. Er basierte auf der 1,9 Liter CIH Maschine. Aufgrund seiner sehr guten aerodynamischen Eigenschaften war der GT die perfekte Basis für ein Rekordfahrzeug. Der GT wurde modifiziert um mit einem nur 4000 U/min drehenden Motor sowie einer 967 kg schweren Karosse beste Bedingungen zu haben. Die Achsübersetzung von 2,667:1 wurde extrem verlängert und man montierte vorn Michelin-Reifen der Größe 145 HR 15, hinten 165 HR 15. Alles was störte wie Stoßstangen, Türgriffe und Rückspiegel wurden entfern. Das Dach wurde durch eine flache, aufklappbare Plexiglaskuppel ersetzt. Die Karosse erhielt einen Rohrrahmen mit Überrollbügel und die Türen wurden mit den Seitenteilen bündig verschweißt. Der 85 Liter Tank wurde auf der Beifahrerseite montiert und mit einer Schnellbetankungsanlage versehen.

Die Vorder- und Hinterachse kamen in Serienbestandteil vom Opel GT. Das Fahrwerk kam vom Rallye-Kadett (Zweiblattfeder), hinten wurden die Schraubenfedern um 35mm verkürzt und erhielten Bilstein-Gasdruckstoßdämpfer. Bis auf dem fehlenden Bremskraftverstärker kam die Bremsanlage aus der Serie des Opel GT.

Bei Versuchsfahrten auf der 4,8 km langen Kreisbahn des Opel Testzentrum Dudenhofen konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 197 km/h bei der Durchschnittsgeschwindigkeit von 190 km/h (über 52 Runden) erreicht werden. 
1972 wurden damit zwei Weltrekorde und 18 internationale Rekorde für Dieselfahrzeuge aufgestellt.

1974 - Opel OSV 40

Präsentation: International Technical Conference on the Enhanced Safety of Vehicles, in London

1974 zeigte man auf der zweiten ESV-Konferenz (International Technical Conference on the Enhanced Safety of Vehicles, in London) die Vorstellung von einem sicheren Kompaktwagen. Auf Basis des im Jahr zuvor präsentierten Kadett C, der eher einem kleinen Chevrolet ähnelte, durften sich die Opel Insassenschutz-Experten mal so richtig austoben. Dabei war der – von den Ingenieuren selbst gewählte – Name Programm: OSV stand für Opel Safety Vehicle und die Zahl 40 für die Fontalaufprall-Geschwindigkeit in Meilen pro Stunde (also knapp 65 km/h), auf die der OSV 40 ausgelegt war. Noch in den Siebzigern steckte der Insassenschutz in den Kinderschuhen. Der OSV 40 sollte hier erste große Schritte aufzeigen.

Vor allem die voluminösen Stoßfänger sind im Vergleich zu den grazilen zeitgenössischen Blechstoßstangen damals waren sofort zu erkennen. Deren absorbierende Eigenschaften rührten von der Füllung mit Polyurethan-Schaum. Darüber hinaus kamen schaumgefüllte Front-Längsträger zum Einsatz, die bei Aufprallgeschwindigkeiten von mehr als 8 km/h kontrolliert brachen. Bei Zusammenstößen unterhalb dieses Tempos konnte der Schaumstruktur so viel Energie abfangen, dass es zu keiner bleibenden Deformation kommt. Verstärkte Dachholme und die im Dach verankerten Rückenlehnen der Vordersitze erhöhten die Stabilität der Fahrgastzelle – ohne den Einstellbereich der Sitze zu beeinträchtigen. Selbst die nach Metall aussehenden Frontscheinwerfer-Rahmen waren nur eine Lack-Illusion.

Auch das OSV-40-Cockpit war ein wahrer Ausbund an Sicherheit. Vier hoch gesetzte und damit für den rückwärtigen Verkehr optimal sichtbare Zusatzleuchten hinter der Heckscheibe signalisierten Notbremsungen und dienten als Warnblinkanlage. Ein wirksames „Fahrerassistenzsystem“ war der zweigeteilte Rückspiegel, dessen unterer Bereich den toten Winkel quasi eliminierte. Die Vordersitze waren so breit, dass sie eine durchgehende Abgrenzung zum Fond bildeten. Die seitlichen Abstützungen verhinderten bei einem Seitenaufprall den unliebsamen Kontakt von Fahrer und Beifahrer. Für Übersicht sorgten die minimalistisch ausgeführten Kopfstützen vorn genauso wie das aus Gurten konstruierte Rückhaltesystem hinten. Auf allen vier Sitzplätzen war der OSV 40 mit Dreipunktgurten ausgestattet – vorne kamen sogar schon automatische Gurtstraffer zum Einsatz. Auf der Mittelkonsole wurde vor dem Automatik-Wahlhebel eine Anzeige des sogenannten Bordwarn-Systems verbaut um beispielsweise eine sinkenden Öldruck, den Batterie-Ladezustand oder den Bremsen mit einer LED zu überwachen.

Bei den Crashtests erfüllte der OSV 40 alle Zielvorgaben: Nach dem Frontalaufprall mit Tempo 65 gegen eine feststehende Barriere ließen sich noch alle vier Türen ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen öffnen. Der Vorderwagen nahm bei dieser Crashtest-Disziplin die Energie so gut auf, dass er sich durch die Kaltverformung um exakt 50 Zentimeter verkürzte. Beim frontalen 50 km/h-Crash gegen einen Mast konnte der OSV 40 ebenso überzeugen wie beim Heckaufprall, dem seitlichen Einschlag in einen Pfahl und dem Überschlagstest bei Tempo 48.

Die Studie wurde mit einem 1,2 Liter Motor 65 kW (44 kW) verbaut.

 

1975 - Opel Genève Concept (GT/W)

Präsentation: Genfer Autosalon 1975

1973 stellte GM ein Corvette-Showcar mit Wankelmotor in der Wagenmitte auf der IAA vor – der Name war „GT/W“. Das "W" stand für Wankelmotor. Da zwei Jahre später, zum Genfer Salon 1975, kein Showcar zur Verfügung stand, nahm man dieses GM Showcar als Basis und änderte den Namen auf "Opel Genève Concept" als Vorstellungsort.
Das Konzeptauto wurde also um den Wankel Kreiskolbenmotor herum gestaltet. Aber bevor das Auto in der Produktion überhaupt platziert werden konnte, ließ General Motors sein Wankel - warum? Die Idee kam aus dem November 1970. Damals zahlte GM 50 Millionen US-Dollar für die Lizenz zum Bau von Wankelmotoren. Als Ersatz für die V8-Aggregate waren diese Motoren gedacht, bestanden sie aus einem Drittel weniger Bauteilen , waren viermal kleiner und entwickelten eine doppelt so hoher Literleistung. Leider kam die Ölkrise von 1973 und die Wankelmotoren waren sehr durstig. Am 24. September 1974 beendete GM die Wankel-Aktivitäten.
Opel traf diese Nachricht wie ein Schlag. Denn in Rüsselheim war speziell für den neuen Wankelmotor ein Sportwagen konzipiert worden - der GT/W.

Somit zeigte man in Genf trotzdem das Concept als Showcar. Es kam sehr gut an, obwohl es nur ein Glasfaserprototyp ohne Motor war. Es blieb ein Einzelstück. Später verbauten die Opel Ingenieure den 5,4-Liter-V8 Motor aus dem Diplomat vor der Hinterachse des Autos. So wurde aus dem als Wankel-Straßenfeger begonnen Projekt ein Mittelmoto-Unikat mit 230 PS Leistung - einmalig!

1975 - Opel GT2

Präsentation: IAA Frankfurt 1975

Der Opel GT2 erstaunte das Publikum auf der IAA 1975 mit seiner futuristischen Keilform und Schiebetüren. Gleichzeitig kündigte sich eine neue Generation von Fahrzeugen mit größerer Effizienz hinsichtlich Kraftstoffverbrauch und Aerodynamik an. Die Kundenansprüche wuchsen bei Sicherheit und Komfort. Die überzeugende Antwort auf alle diese Trends wurde der GT2.

Das aerodynamisch optimierte Design des Opel GT2 garantierte niedrigen Verbrauch, höchste Seitenwindstabilität, maximalen Komfort und beste Performance. Sein Luftwiderstandsbeiwert lag bei 0,326 und somit noch um ganze 16,6 Prozent besser als beim aerodynamisch ebenfalls brillanten Experimental GT.
Der Opel GT2 vermittelte einen sehr futuristischen Eindruck mit seiner schlanken Keilform und den sich auf Knopfdruck öffnenden Scheinwerfern. Das wahre Highlight waren jedoch die auffälligen Schiebetüren ohne sichtbare Laufschienen, deren Öffnungsmechanismus im Rückspiegelgehäuse untergebracht war.
Auch der Innenraum des Opel GT2 war mit seinen belüfteten Sitzen und seinen digitalen Instrumenten und Bordcomputer seiner Zeit weit voraus. Damit präsentierte das Design des Opel Konzeptfahrzeug GT2 die automobile Zukunft, die heute Realität ist. Nicht nur was Aerodynamik anging, auch im optischen Design war der GT2 zukunftsweisend.

1978 - Opel Kadett City

Präsentation: unbekannt 

Diese Design Studie des Kadett C City wurde von einem 115 PS Zweiliter Motor angetrieben und besaß ein herausnehmbares Targa-Dach. Diese Kotflügel wurden um 200 mm verbreitert.

1981 - Opel Tech-1

Präsentation: IAA Frankfurt 1981

Im Rahmen einer 1978 gestarteten Initiative des Bundesministeriums zur Förderng von Konzepten für das Jahr 2000 in den Bereichen Abgas- und Geräuschemissionen, Energieverbrauch und Sicherheit stellte Opel stellte den "Tech I" vor. Er punktete mit einer stromlinienförmigen Karosserie ohne Sicken und Kanten. Scheiben und Unterboden waren glattflächig verklebt, wodurch der cW-Wert auf bemerkenswerte 0,235 sank. Als Clou waren die Nummernschilder diebstahlsicher hinter einer Abdeckung aus Acyrlglas montiert. Die technische Grundlage für den Tech I lieferte der Opel Kadett D mit seiner T-Plattform von GM. Hinter einer großen Panoramascheibe befand sich das Cockpit, in dem so gut wie alles über Druckknöpfe bedient wurde. Wieder aufgegriffen wurde das Tech-I-Design bei Kadett E von 1984 und noch viel stärker beim ersten Opel Omega anno 1986.

1982 - Opel Corsa Spider

Präsentation: Genfer Auto-Salon März 1982

Diese Studie zeigte erste Ideen für die Transformation von einem Viersitzer zu einem Zweisitzer Auto. Somit baute man einen Roadster auf Basis des Corsa A. Gleichzeitig testete man die Publikumsreaktion auf den Namen "Corsa", der seine Premiere erst anschließend hatte.
Mit den Ziel, diese Studie innerhalb von einem Monat entstehen zu lassen, machten sich damals Designstudio Chef Hideo Kodama (Design außen) zusammen mit dem Japaner Joge Nagashima, dem Amerikaner Mark Jordan und dem Engländer Tony Hatter unter der Führung von Chefdirektor Gordon Brown und Chris Bangle (Innenraum) an die Herausforderung.
Über den Beifahrersitz konnte eine Abdeckung montiert werden, welche bei Nichtgebrauch in der Türverkleidung verschwand. Die Aufroller der Sicherheitsgurte waren in den Rücksitzlehnen integriert. Desweiteren war die Lenksäule in der Höhe so weit verstellbar und die Fahrersitzlehne nach vorne klappbar, dass der Innenraum komplett mit einer Abdeckung verschlossen werden konnte. Die Anzeige und Kontrollleuchten stammten aus anderen Opel Designideen. Geschwindigkeit und Drehzahl wurden digital angezeigt. Auf der Mittelkonsole konnte ein Sony Walkman aufgesteckt werden, so dass die Musik über die in den Kopfstützen eingebauten Lautsprecher abgespielt werden konnten. Alle Schalter und Knöpfe im Innenraum waren spritzwassergeschützt. Der als Einsitzer ausgelegte Wagen liess sich durch Auswechseln einzelner Komponenten in einen 2- oder 4-Sitzer verwandeln. Es gab auch die Idee, einen Überrollbügel hinter dem Fahrer zu installieren. Das Verdeck war als Klappverdeck aus Stoff ausgelegt, das sich über einen transparenten Überrollbügel und 4 Teleskopstangen spannte. Die Studie wurde ohne Motor und lenkbare Achsen erstellt und war daher nur rollfähig.

1983 - Opel Corsa Sprint

Präsentation: IAA Frankfurt September 1983

In Zusammenarbeit mit Irmscher entstand dieser Prototyp eines Gruppe-B-Sportwagens. Er sollte demonstrieren, was alles mit dem Corsa möglich ist. Ursprünglich war eine Kleinserie von 200 Stück geplant, sofern das Fahrzeug auf großes Interesse stossen sollte. Auch über eine Serienproduktion der Anbauteile (welche bei Opel entwickelt wurden) dachte man nach. Der Innenraum dominierte mit Rally Atmosphäre: Aluminium-Überrollkäfig, Leichtbau-Armaturenbrett aus Alu, Hitzeisolierung aus Alu-Folie. Ebenfalls im Opel Design Center entwickelt wurden die Instrumente, welche mit Schnellverschlüssen auf dem Armaturenbrett so montiert wurden, das sie auswechselbar waren. Der Tacho hatte zwei Anzeigen, eine digitale und eine analoge. Der 80 Liter Benzintank war hinter den Leichtbau-Sportsitzen montiert, darüber eine Ausformung für die Ablage der Helme. 
Der 1.3 Liter Motor wurde modifiziert und kam auf eine Leistung von 126 PS (93 kW). Dazu gab es Renn-Nockenwelle, geschmiedete Kolben, Fächerauspuffkrümmer, ein leichtes Kurbeltriebwerk, vergrößerte Ventile, polierte Kanäle und eine Rennauspuffanlage. Das Fahrwerk legte man um 30mm tiefer, dazu gab es Bilstein Gasdruckdämpfer und härtere Federn. Die Beschleunigungsleistung von 0-100km/h lag bei nur 8.2 sec.

1983 - Junior

Präsentation: 50. IAA Frankfurt September 1983

Obwohl der Corsa erst kurz zuvor auf den Markt gekommen war, dachte man mit diesem Concept Auto zu dieser Zeit bereits über ein sehr kompaktes Fahrzeug unterhalb dieser Klasse nach.
Der dreitürige Opel Junior bot Platz für vier Passagiere in nur 3.410 mm Länge an. Die Gesamtplanung übernahm Wayne Kirsche. Die Optik war recht rund getrennt zwischen dem obigen Teil sowie dem rohen, sehr plastischen unteren Teil der Karosserie. Trotz dieser kompakten Außenmaße legte man viel wert auf den Innenraum, dem zwei Drittel der ganzen Länge zur Verfügung stand. Die Gestaltung den Innenraums übernahm Chris Bangle. Die Sitzordnungsposition war etwas höher als normal. Das gerade Armaturenbrett war mit gleichförmigen viereckigen Modulen übertroffen, die ein und aus gesteckt werden konnten, um der Layoutflexibilität zu geben. Die elektronischen Kontakte wurden in die Trägerbar integriert und vermieden komplexe elektrische Leitungen. Die Öffnungen wurden auf einen Gummischlauch montiert und konnten in jeder Richtung umgeschwenkt werden. An der Rückseite konnten die Sitze völlig gefaltet werden, um einen großzügigen Laderaum zu schaffen. Verbaut war ein 1,2 Liter Motor mit 55 PS (40kW) der für eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h sorgte. Die Vorderradaufhängung arbeitete nach dem MacPherson Prinzip, während hinten eine gewichtsgünstige Verbundlenkerachse mit raumsparenden, progressiv wirkenden Miniblockfedern eingesetzt wurde. Der Junior stand auf 165/60 SR14 Reifen. Er war sicherlich die Grundlage für den in 2004 präsentierten Trixx Concept sowie dem 2013 in Serie gebauten Opel Adam.

1985 - Opel Kadett Testfahrzeug

Präsentation: unbekannt

Prototyp für den Langzeittest des neuen 2-Liter-Vierventil-Motors (C20XE)

1990 - Opel Kadett Impuls I

Präsentation: unbekannt

Dieses Elektrofahrzeug entstand auf Basis des Opel Kadett E und wurde gemeinsam mit der RWE Energie AG und dem Batteriehersteller SAFT entwickelt. Angetrieben wurde er von einem 16 kW starken Gleichstrom-Nebenschlussmotor, bei den Batterien kommen Nickel-Cadmium-Zellen mit flüssigem Elektrolyt zum Einsatz. Die Reichweite betrug rund 80 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 100 km/h.

1991 - Calibra Cabriolet

Präsentation: nicht bekannt

Serien Calibra als Cabriolet mit elektrohydraulischem Verdeck

1991 - Opel Chronos

Präsentation: Genfer Autosalon (Prototyp 1) 1991 / Automesse Detroit (USA) (Prototyp 2) 1992

Die  italienische Designschmiede Pininfarina präsentierte zuerst den Prototyp 1, ein auf GM-Mechanik basierendes Forschungskonzept, insbesondere des Opel Lotus Omega, als statisches Model. Nur kurze Zeit später wurde ein voll funktionsfähiger Prototyp entwickelt und auf der Detroiter Automesse 1992 präsentiert.
Das ungewöhnliche Glasdach des GM Chronos-Konzepts wurde mit Flüssigkristallen imprägniert. Wenn ein elektrischer Strom an das Glas angelegt wurde, verdunkelte es sich sofort und half dabei, das Sonnenlicht draußen zu halten.

Pininfarinas Absicht in dieser Designstudie war es, der Zusammenarbeit des Unternehmens mit GM Hommage und konkrete Beweise zu liefern, während ein extremes Cabrio realisiert wurde, das hervorragende Leistung mit äquivalenten Stilunterschieden in Einklang bringen konnte: ein Vorschlag, der der Tradition der Pininfarina-Sportwagen entspricht, das typische Merkmal von denen haben immer die Produktpalette der Massenproduzenten übertroffen.

1991 - Opel Astra F Impuls II

Präsentation: unbekannt

Auf Basis des damals neuen Astra Caravan wurde ein seriennahes Elektrofahrzeug konzipiert. In dem Prototyp kam die Antriebstechnik des Elektro-Sportwagens Impact zum Einsatz, den General Motors im Frühjahr 1990 vorgestellt hat. Insgesamt 32 Blei-Säure-Batterien versorgten zwei Drehstrom-Asynchron-Motoren mit Energie. Die beiden Elektromotoren erreichten eine Leistung von zusammen 85 kW (115 PS) mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Die Reichweite betrug 70km. 

 

1991 - Opel Eco 2

Präsentation: unbekannt

Mit einem Euromix-Verbrauch von fünf Litern je 100 Kilometer benötigte das Forschungsfahrzeug Opel Eco 2 auf Basis des zweitürigen Astra rund 27 Prozent weniger Kraftstoff als ein vergleichbares Serienmodell jener Zeit. Unter der Motorhaube arbeitete ein 1,6-Liter-Benzinmotor mit 50 kW (68 PS). Der Eco 2 besaß eine automatische Kupplung mit Stopp-/Start-Anlage, die das betriebswarme Triebwerk im Leerlauf selbsttätig abschaltete – zum Beispiel bei Ampelstopps. Innermotorische Maßnahmen, verbesserte Aerodynamik und spezielle Reifen mit verringertem Rollwiderstand zählten zu den weiteren Besonderheiten des Konzeptautos.

 

1992 - Opel Twin

Präsentation: Genfer Auto-Salon Februar 1992

Zu den Besonderheiten der mit hoher Aufmerksamkeit bedachten Zukunftsstudie Twin gehörten auswechselbare Antriebseinheiten, in denen Motor, Getriebe, Hinterachse und Energiespeicher zusammengefasst waren. Dadurch ließ sich das Fahrzeug mit jenem Antriebsaggregat betreiben, das je nach Einsatzbedingungen ökologisch und ökonomisch am sinnvollsten war. So war für den Überlandverkehr ein Dreizylinder-Ottomotor (0,8 L, 34 PS) und für den Stadt- und Kurzstreckenverkehr ein Elektromodul mit zwei Radnabenmotoren (je 14 PS) vorhanden. Die Unterbringung aller Antriebsaggregate im Heck ermöglichte die Abkehr von der üblichen Sitzanordnung. Statt vorne links konnte der Fahrer im Opel Twin auf einem mittig angeordneten Einzelsitz Platz, während im Fond drei weitere Passagiere sitzen konnten.

 

1992 - Corsa Eco3

Präsentation: Genfer Autosalon 1992

Das erste Dreiliter-Auto. Durch den Einsatz von Leichtlauf-Ölen, geänderte Übersetzung, Karosseriebauteile, Tieferlegung und anderem wurde der cW-Wert von 0,37 auf 0,33 gesenkt. Resultat war ein Verbrauch des 1,5-Liter-Diesels mit 72 PS weniger als 4 Litern.

199x - Tigra Studie

Präsentation: unbekannt

Dieses gelbe Coupé ist ein Entwurf des Designers Hideo Kodama als Tigra-Studie

1993 - Opel Astra Impuls 3

Präsentation: unbekannt

Die dritte Variante des Elektrofahrzeuges auf Basis des Astra F wurde 1993 präsentiert. Die Batterien waren jetzt aus Ni-Cd oder NaNiCl2 (Hochtemperaturbatterien). Die Reichweite betrug 160 km, Bei 45kW Leistung wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreicht. Der Impuls 3 stand dem Serienfahrzeug mit Verbrennungsmotor hinsichtlich der Praxistauglichkeit in nichts nach. Er hatte Platz für fünf Personen, einen großen variablen Laderaum sowie eine hohe Zuladung.
Von 1993 bis 1997 beteiligte sich Opel mit zehn Impuls 3 an einem Elektroauto-Großversuch auf Rügen, die Fahrzeuge legten in diesem Zeitraum insgesamt mehr als 350.000 Kilometer zurück. Fünf der Elektro-Astra bezogen die Energie dabei von einer Nickel/Cadmium-Batterie, fünf weitere von einer Natrium/Nickelchlorid-Hochenergiebatterie. Der Drehstrom-Asynchron­motor entwickelte dabei eine Leistung von 45 beziehungsweise 42 kW.

1993 - Opel Scamp

Präsentation: IAA Frankfurt Sep 1993

Im Rahmen der IAA wurden 3 Fahrzeuge im "Pack" präsentiert: Der Tigra, die Studie Tigra Roadster und diese Studie, welche als Pick-Up auf Basis des Corsa B entstand. Es war ein ideales Fahrzeug für sportliche, junge und dynamische Menschen gewesen, der eine Mischung aus Kleinwagen und Pickup war.

1993 - Opel Tigra Roadster

Präsentation: IAA Frankfurt 1993

Im Rahmen der IAA wurden 3 Fahrzeuge im "Pack" präsentiert: Der Tigra, die Studie Scamp sowie diese Studie als Tigra Roadster. Die Basis bildete der Tigra A.

1994 - Opel Scamp II

Präsentation: unbekannt

Der Scamp II war eine Weiterentwicklung und zeigte eine Offroad-Variante des Corsa B.

1995 - Opel Maxx

Präsentation: Genfer Auto-Salon 1995

Der vom italienischen Designhaus Bertone entworfene Opel Maxx Platz war lediglich 2,97 Meter lang, bot jedoch vier Sitzplätze und noch ein bisschen Gepäckraum. Die Rücksitze ließen sich einklappen und bei Bedarf sogar ganz herausnehmen, um mehr Laderaum zu schaffen.
Zudem bestand das Grundgerüst des Autos aus dünn extrudierten Aluminiumprofilen. Diese würden per Spritzdüse geformt und ließen sich daher in beliebiger Länge und Form herstellen und dann zu einer Art Käfig zusammenschweißen. Zwischen diese wurden dann farbige Kunststoffpaneele eingeklinkt. Trotzdem sollte das Fahrzeug aber so sicher sein, wie jedes andere Auto auch. Der Vorteil dieses neuartigen Konstruktionsprinzips sei der "eigentliche Clou des Maxx, da man damit viele Derivate herstellen konnte. Dank der konsequenten Modularbauweise bis hin zum Aufbau der Armaturentafel ließ sich der Wagen ohne konstruktive Änderung als Rechts- oder Linkslenkermodell fertigen. Radikal funktional war der Innenraum gestaltet. Zum Beispiel die Leichtbau-Sitze aus Alurohren. Die vordere Sitzbank ließ sich um eine Mittelachse drehen, um den Einstieg nach hinten zu erleichtern. Die Rücksitze konnten eingeklappt oder auch ganz aus dem Auto genommen werden, um mehr Platz für Gepäck zu schaffen. Der Motor saß, ganz konventionell, vorne. Der Tank war im Boden des Autos untergebracht.
Bei der Entwicklung wurde an viele Derivate gedacht. Ein zweisitziger Speedster auf der Alu-Basis des Minimalmobils, eine Variante für den Motorsport oder eine fünftürige Variante mit vier oder sechs Sitzplätzen war möglich. Der Blick auf die Armaturentafel zeigt, dass die einzelnen Module dort austauschbar waren - und vor allem konnte das Auto ohne weitere konstruktive Änderungen auch in einen Rechtslenker umgebaut werden. Somit konnte man aus dem Opel Maxx eine ganze Fahrzeugfamilie generieren. Das Einzelstück war gut 600 Kilogramm schwer und motorisiert mit einem 1-Liter-Dreizylinder-Benziner, der 50 PS leistete. Der Verbrauch lag bei kaum mehr als 3 Liter je 100 Kilometer. Dazu gab es ein sequenzielles Fünfgang-Getriebe mit automatischer Kupplung, ein LCD-Display vor dem Lenkrad sowie Airbags für Fahrer und Beifahrer.
Die Journalisten berichteten nach Probefahrten nur positives. Leider fiel Opel nichts ein, um das kleine Auto auch zu einem kleinen Preis auf den Markt bringen zu können. Mit Preisen nicht unter 25.000 Mark war keiner bereit, zu viel Geld in einen Kleinwagen zu investieren. Damit war der intelligente Ansatz sehr schnell Vergangenheit.



1995 - Opel Combo Plus

Präsentation: unbekannt

Zum Jahresabschluss 1995 machte Opel einen seriennahen Vorschlag für ein umweltverträgliches City-Logistik-Konzept: Beim Combo Plus sorgten zwei Natrium/Nickelchlorid-Hochenergie-Batterien in Verbindung mit einem 45 kW-Drehstrom-Asynchron-Motor für den praktisch geräuschlosen Vortrieb. Das Besondere an diesem Elektrofahrzeug-Konzept: Die unter dem Wagenboden montierten Batterien konnten in zehn Minuten gewechselt werden, dann standen wieder 200 Kilometer Reichweite zur Verfügung.

1995 - Corsa ECO 3

Präsentation: IAA Frankfurt 1995

Im Namen aufgebaut auf das Concept in 1992, sollte hier der Verbrauch von 3 Litern im Vordergrund stehen. Das Innovative Konzept sollte nun durch einen weltweit ersten Direkteinspritzer Turbo-Diesel-Motor mit Vierventiltechnik möglich werden, der ein Hubraum von 1700 ccm, 140Nm bei 2.000 U/min. , 63 PS, und Vmax von 150 km/h leistete.
Die extrem leichte und aerodynamisch optimierte Karosserie, die zum Teil aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen bestand, sowie die sorgfältige Abstimmung aller Komponenten konnte das Gewicht des ECO3 im Vergleich zum Serien Corsa um 225 kg auf 720 kg senken. Dazu wurden auch ultraleichte Werkstoffe aus dem Flugzeugbau verwendet. Das Fahrzeug hatte keinen rechter Außenspiegel, keinen Heckscheibenwischer und kein Reserverad. Sogar jede einzelne Schraube des Serien-Corsa wurde gegen ein Exemplar aus Titan mit gerade passendem Gewinde ausgetauscht. 
Der Kraftstoffverbrauch lag bei 2,6 Liter mit konstant 90 km/h, 3,6 Liter bei 120 km/h und 4,0 Liter in der Stadt.
Der Preis bei einer Serienfertigung wurde mit völlig unrealistischen 75.000,- DM angegeben.

1995 - Tigra A V6

Präsentation: nicht bekannt

Als Ideenträger ohne Vorgabe einer Serienproduktion entwickelte man einen Tigra V6. Verbaut wurde ein Mittelmotor mit Heckantrieb welches durch einen 3,0-Liter Ottomotor mit 209 PS (154 kW) angetrieben wurde. Nach 200 km war der Serientank allerdings bereits schon leer, was auf einen hohen Spritverbrauch deuten ließ.

Auf den ersten Blick sah das Fahrzeug wie ein ganz normaler Tigra aus, nur die hinteren Lufteinlässe vor den Hinterrädern und die geänderten Frontschürze ließen das Änderungen erkennen.  


 

1996 - Opel Slalom Coupé

Präsentation: Genfer Automobilsalon März 1996

Mit dieser Shooting Brake Version, die von Bertone gestaltet wurde, brachte man ein modernes, auf einem Opel Chassis basierendes Coupe mit auf den Automobilsalon. Verbaut war ein 2,0-Liter 16V-Turbo Motor mit 204 PS, der später im Calibra zum Einsatz kam. Dazu hatte man Allradantrieb verbaut. Die 4,644 Meter lange, 1,860 m Breite und nur 1,320 Meter hohe Karosserie sollte an eine Art "Slalom" angelehnt sein, daher auch der Conceptname. Er sollte eine Mischung zwischen modernem Coupe, Caravan und Limousine dar. 


1996 - General Motors EV 1

Präsentation: unbekannt

Im strengen Sinne keine Studie und nicht direkt von Opel: Das Elektro-Coupé EV1 wurde tatsächlich 1.117-mal gebaut, 800 Exemplare wurden in einem Leasingverfahren ab 1996 an Kunden in Kalifornien und Arizona ausgeliefert. Es wurde als Reaktion auf ein 1990 in Kalifornien erlassenes Gesetz zur Emissionssenkung geplant und bis 1999 angeboten. Die Fahrzeuge wurden bis 2002 unter kontroversen Umständen wieder eingezogen und größtenteils verschrottet.

Der EV1 basiert auf der Studie „Impuls“, seinen Antrieb besorgt ein Dreiphasen-Wechselstrom-Induktionsmotor. Dank seiner leichten Aluminiumkonstruktion und Details wie superleichten Magnesium-Rädern, dem extrem niedrigen Luftwiderstandsbeiwert von cw 0,19 und der Energie-Rekuperation beim Bremsen erreicht der EV1 beachtliche Reichweiten von bis zu 240 km. Zum Einsatz kommen zwei verschiedene Batterien mit jeweils 26 Akkus: Das erste Batteriepack besteht aus 12-Volt-Bleisäure-Akkus mit 18,7 kWh Energie, später werden 13,2-Volt-Nickel-Metallhydrid-Akkus mit 26,4 kWh Energieinhalt verwendet.

Durch die ausschließliche Vermietung war es möglich, die Fahrzeuge nach Ablauf von drei Jahren zurückzurufen und zu verschrotten. Die Verschrottung aller gebauten EV1 war angeblich notwendig, da GM die langfristige Sicherheit der Fahrzeuge aufgrund fehlender Ersatzteilproduktion nicht garantieren konnte. Die Einstellung der Produktion wurde damit begründet, dass die Nachfrage zu gering und keine Rentabilität zu erwarten war.

1997 - Opel City Trekker

Präsentation: Tokyo Motor Show November 1997

Nachdem im September 1997 der drei- und fünftürige Astra G auf der IAA vorgestellt wurden, zeigte man kurz später in Asien bereits die Caravan Version, welche offiziell erst Mitte 1998 in Europa eingeführt wurde. Sie war aber als "Astra City Trekker" (kurz CTC) in einer Offroad-Variante versteckt. Der seriennahe Caravan erhielt eine erhöhte Bodenfreiheit, dazu graue Türschweller und Radkästen in Offroad Optik. Zur besseren Traktion an Steigungen gab es eine Sechsganggetriebe mit sehr kurz übersetztem ersten Gang. Zur Serienreife kam die Studie nie, nur in dem arabischem Raum setzte man Modelle mit der erhöhten Bodenfreiheit ein.

1997 - Opel Corsa Moon

Präsentation: 1997 in Teneriffa im Rahmen der Corsa Facelift Vorstellung

Der Moon-Corsa war eine reine Designstudie und basierte auf dem Corsa B. Das Auto wurde 28 Jahre nach der Mondlandung im Rahmen des Corsa-Facelifts vorgestellt. Damit wollte man den technischen Fortschritt in der örtlichen Vulkanlandschaft deutlich machen. So wurden dem Corsa eine dicke Mondbereifung aus Stahlgeflecht, Solarzellen und Satelliten verbaut. Die Räder zogen aber mit Abstand die größte Aufmerksamkeit auf sich, im Interieur blieb aber alles beim Alten.

1997 - Opel Signum

Präsentation: Genfer Autosalon März 1997

Mit dieser eleganten, auf langem Radstand basierenden Studie brachte man ein Fahrzeug als Concept, welches Flexibilität und einen zukunftsorientierten Innentraum aufzeigen sollte. Nach einer sehr serienorientierten Überarbeitung wenige Jahre später realisierte man mit dem Serien-Signum sehr viel.


 


1999 - Opel Concept A

Präsentation: Genfer Auto-Salon 1999

Diese Studie bildet sehr deutlich die Grundlage für den späteren Serien Agila A.

1999 - Speedster

Präsentation: Genfer Autosalon 1999

1999 stellte man auf der Genfer Motorshow ein von Lotus gebautes Konzeptfahrzeug vor, es handelte sich hierbei um einen auf der Lotus Elise basierenden Sportwagen/Roadster mit Triebstrang aus dem GM-Teileregal und einer an das aktuellen Opel-Design angelehnten Karosserie – der Speedster. Dieser mit dem internen Werkscode Lotus Type 116 versehene Sportwagen sollte in einer geplanten Stückzahl von 10.000 Fahrzeugen auf den Markt gehen. Es sollte sich jedoch zeigen, dass diese Zahl zu optimistisch war, vielleicht weil ein derart kompromisslos sportliches und puristisches Auto nicht mit dem Image der Firma Opel harmonierte. Als Antriebsmaschine dient der 2.2-Liter-16V Z22SE aus dem Opel Astra und Vectra mit 147 PS (108 kW). Der Rahmen bestand aus Strangguss-Aluminiumteilen, vernietet bzw. verschraubt und verklebt mit einem roten 2K-Kleber. Die Karosserie bestand aus ziemlich sprödem GFK. Der Hilfsrahmen um den Motor herum bestand aus feuerverzinktem Stahl. Im Gegensatz zur Lotus Elise war der Speedster mit ABS und einem Fahrer-Airbag ausgerüstet. Weitere Fahrhilfen wie Servolenkung oder gar ESP suchte man vergeblich.
Später wurde die Studie aber als Serienfahrzeug in sehr geringer Stückzahl produziert.

1999 - Opel G90

Präsentation: IAA Frankfurt 1999

Mit vollem Stolz präsentierte man auf der IAA diese Eco-Studie auf Basis des Astra G. Der Name leitete sich aus dem CO2-Ausstoß von 90 g/km ab, was einen Verbrauch von 3,88 l/100km bedeutete. Ein Dreiliterauto das auf Basis eines 1,0-Dreizylinder-Ottomotors aufbaute.  750 Kilogramm wog die extrem abgasarme Studie. Dabei verzichteten die Entwickler zugunsten von Aluminium und Magnesium (Dach, Getriebegehäuse, Lenkradskelett, Sitzunterbau) ganz bewusst auf exotische und sündhaft teure Materialien wie etwa Titan oder Kohlefaser. Ein nicht auf den ersten Blick erkennbares Detailergebnis der akribischen Windkanalarbeit ist der glatte Unterboden mit vollständig integrierter Auspuffanlage. Die gen Heck im Sechs-Grad-Winkel ansteigende Bodenplatte erzeugt sogar einen leichten Diffusor-Effekt. Trotz der aerodynamisch günstigen, leicht abfallenden Dachlinie und der Abrisskante am Heck hielt das Interieur ordentlich Komfortraum für die Fondpassagiere und die für einen Kompaktwagen ansehnliche Ladekapazität von 350 bis 980 Liter bereit. Die dahinter stehenden Packaging-Ideen gelangten schließlich auch in die Serie, z.B. beim Astra G und Zafira A.

1999 - Opel G100 Roadster

Präsentation: Opel live
Auf Basis des Öko-Konzeptes G90 wurde 1999 die Studie G 100 geschaffen. Es handelte sich um einen knackigen Roadster mit Faltklappdach und 1,8-Liter-Vierzylinder-Motor und 100 g/km CO2-Ausstoß.

20xx - Tigra B Studie

Präsentation: unbekannt

Erlkönig von einem Opel Tigra auf Opel Corsa C Basis.

2000 - Opel Zafira Snowtrekker

Präsentation: NAIAS Detroit

Viele aus dieser Studie entwickelten Ideen werden sollen sich in künftigen Modellen wiederfinden versprach damals Technik-Vorstand Hans Demant über diese Zukunftsstudie. Das Styling des silberblauen Schneemobils ähnelte stark dem Concept Car G90. Die Designer ließen große gespannte Flächen durch dynamische Linien wirkungsvoll akzentuierten, klare grafische Elemente rundeten die Opel-Formensprache ab. Im Inneren steckte ein futuristisches Cockpit mit vier Rundinstrumenten sowie drei Dreh- und Druckknöpfen in der Mittelkonsole, mit denen Klimaanlage, Radio, Mobiltelefon, Navigationssystem oder auch heizbare Heckscheibe gesteuert wurden. Als Antrieb war ein 150 PS (110 kW) starker Benzin-Direkteinspritzer verbaut. Er basierte auf dem neu entwickelten 2,2-Liter-Leichtmetall-Vierzylinder Z22SE mit damals 147 PS (108 kW), der später im Astra Coupé, Speedster oder Vectra C verwendet wurde.  
Das Innenraum-Konzept der sechssitzigen Allrad-Studie hatte auch das Panorama-Dach aus wärmedämmendem Sicherheitsglas mit einer in der Mitte verbauten, zwei Meter langen und 40 Zentimeter breiten, Gepäckbox integriert. Sie hatte zwei Fächer, die beide von innen zugänglich waren.
Die aus dem Zafira A bekannte Versenkung der die hinteren Sitze wurden übernommen. Zwischen den beiden Sitzen der mittleren Reihe, die in der Länge um 54 Zentimeter verschoben werden konnten, war ein großes beheizbares Staufach, das zugleich als Armauflage dient, integriert. Ebenfalls elektrisch beheizbar waren die beiden Getränkedosenhalter in der Mittelkonsole.

2001 - Opel Astra OPC X-treme

Präsentation: Genfer Auto-Salon 2001

Das handgefertigte Prototyp Conceptfahrzeug basierte auf dem Astra V8 Coupé der DTM Saison 2000. „Mit diesem High-Tech-Sportler wollen wir mal zeigen, was wir wirklich können.“ so Volker STrycek, ehemaliger Rennfahrer und OPC Chef, der die Studie mit seinem Team entwickelte und Synergien zwischen dem Motorsport und der Serie aufzeigen wollte. Geplant war eine Kleinserie zu einem Preis ca. 1,0 Mio DM, was 512.000 € entsprich, dafür aber mit erweitertem „lebenslangem“ Service. Obwohl es zehn Vorab-Bestellungen gab, ging das Fahrzeug nie in Serie. 

Der 4,0 Liter-Cadillac-V8 (90 Grad), Alumotor, welcher längs hinter der Vorderachse eingebaut war, bot 326 kW und ein max. Drehmoment von 530 Nm bei 4800/min. In unglaublichen 4,0 sec konnten 100 km/h erreicht werden, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 300 km/h gelegen haben Der Motor war mit einem Luftmengenbegrenzer versehen, der das Ansprechverhalten verbesserte. Außerdem ließ sich unter anderem der Drehmomentverlauf während der Fahrt über das Motorkennfeld elektronisch einstellen.
Ein sequenzielles Sechsgang-Transaxle-Getriebe, Kohlefaserkupplung, Doppelquerlenker vorn und hinten sowie verstellbare Stabilisatoren und Stoßdämpfer gehörten zur Ausstattung. Die innenbelüfteten Kohlefaser-Scheibenbremsen mit Sechskolben-Aluminiumsätteln und einem Durchmesser von 380 mm vorn und 340 mm hinten wurden nur wenig von den Reifen der Dimension 265/30 ZR 20 vorn bzw. 305/25 ZR 20 hinten verdeckt.
Die Karosserie bestand aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und saß auf einem Gitterrohrrahmen. 
Stoßdämpfer und Stabilisatoren des Fahrwerks waren einstellbar, die Räder vorne und hinten wurden einzeln an Doppelquerlenkern aufgehängt. ABS und ESP gab es nicht.

 

2001 - Opel Frogster

Präsentation: IAA Frankfurt 2001

2001 stand auf einmal ein grüner Laubfrosch auf der IAA in Frankfurt.
Der Frogster hatte kein herkömmliches Dach, er hatte ein aus stabilen Aluminiumprofilen hergestelltes Rollo welches hier nicht nur für den Wetterschutz sorgte. Wichtige Innovation waren ein zentral in die Armaturentafel einsteckbarer Mini-Computer. Dieser PDA (Personal Digital Assistant) dient nicht nur als persönlicher elektronischer Helfer, sondern wurde per Funk auch als Autoschlüssel oder zur Steuerung des Rollos. Eingebaut in die Mittelkonsole wurde der Rechner zum Display im Format 110 x 50 mm. Darin konnten Tempo, Drehzahl, Tankinhalt, Ganganzeige der Easytronic und die vorgeschriebenen Warnlampen für Blinker oder Fernlicht angezeigt werden. 
Das Rollo war eine technische Herausforderung. So war es im Unterboden verschwunden und musste aufwärts über Steuergeräte über zwei Sitzreihen hinweg fahren um als Dach zu verschließen.
Die Designstudie hatte vier Sitzplätze welche alle einzeln umlegbar waren. Der Fahrer hätte also entweder ein 2 Sitzer (Roadster) ein vollwertiges Cabrio mit 4 Sitzplätzen oder halt einen Pickup „bauen“ können. Die Abmessungen betrugen 3715 mm x 1.680 mm x 1.530 mm (Länge x Breite x Höhe). Verbaut waren deutlich akzentuierte Radhäuser mit Reifen im Format 175/55 R 15 und dreidimensional geformte Front- und Heckleuchten. Dazu gab es zahlreiche praktische Details, die dem grünen Frosch einen gewissen "Kübelwagen-Charakter" verliehen, so z.B. seitliche Trittstufen oder wie Haltegriffe geformte große Verzurrösen am Heck. Zwei kleine Ladeklappen hinter den Türen öffneten den Zugang zur Ladefläche selbst bei geschlossenem Rollo.

Angetrieben wurde die auf dem Agila basierende Studie mit einem aus dem Corsa Eco bekannten hocheffizienten ECOTEC 1.0 12V-Benzin Motor (43 kW/58 PS) kombiniert mit dem Easytronic-Getriebe. 

Den Namen erhielt der Frogster vom Laubfrosch, der erste „offene Kleinwagen“ der damals 4/12 PS genannte wurde. 

2001 - Opel Signum 2

Präsentation: IAA Frankfurt 2001

Diese Studie zeigte den späteren Serien-Signum bereits recht gut, obwohl Opel Chef Carl-Peter Forster damals keine Zusagen zur Realisierung abgab. Opel plante damals die größte Innovations- und Investitionswelle seiner Geschichte. Erste Merkmale der Studie wurden aber damals bereits für den nur ein Jahr später vorgestellten Vectra C versprochen.

  

2001 - Opel Filo

Präsentation: Genfer Autosalon März 2001

Zum damaligen Zeitpunkt war “Drive-by-Wire” die Technologie, die in der Zukunft erwartet wurde. Das von Bertone entworfene Showcar, welches eher eckig in einem Kastendesign auf Grundlage des Zafira entstand, sollte mit SKF Technologie die Funktionen eher elektronisch als mechanisch übermitteln.

2001 - Opel Zafira HydroGen 3

Präsentation: unbekannt

Wasserstofffahrzeug auf Zafira-A-Basis

2002 - Opel Astra Caravan CNG

Präsentation: IAA Hannover 2002

Erdgasfahrzeug auf Basis des Astra G Caravan

2002 - Opel Combo Eau Rouge

Präsentation: Auto-Salon-Paris 2002

Auf dem Pariser Automobilsalon präsentierte man eine sportliche Studie des Opel Combo Tour. Die „Eau Rouge“ getaufte Variante sollte eine Race-Optik mit Vielseitigkeit und überragendem Raumangebot vereinen. Als Basis für die Studie diente der Combo Tour, die familien- und freizeitorientierte Combo-Variante mit fünf Sitzen, vier Türen (davon zwei Schiebetüren) und einer breiten Doppel-Flügeltür am Heck.

Um vom Nutzfahrzeugcharakter weg und zum Sportlook hinzu zu kommen, wurde die Karosserie in einigen Punkten modifiziert: Klarglasscheinwerfer im Speedster-Look, eine breite, in Wagenfarbe lackierte Sonnenblende mit integrierter Antenne, kräftige Stoßfänger vorn und hinten sowie ausgeprägte Radlaufverbreiterungen, die Platz für Leichtmetallräder mit Reifen im Format 215/40 R 17 boten, eine abgesenkte Karosserie sowie eine verbreiterte Spur. Rot lackierte Bremssättel vorne und hinten, ein mittig angeordneter Doppelrohr-Auspuff sowie zusätzliche seitliche Schweller sollen den sportlichen Auftritt unterstreichen.
Auch der Innenraum musste sich einem Sportprogramm unterziehen. Fahrer und Beifahrer nahmen in roten Schalensitzen Platz. Türen und Seitenteile sowie der untere Teil des Cockpits trugen blaue Alcantara-Bezüge, die geteilte Rücksitzbank präsentierte sich hingegen in rotem Alcantara. Rot waren auch die Sicherheitsgurte vorne und hinten. Die Armaturentafel stammte vom Corsa GSi, verfeinert durch Alu-Dekor und einen netzgitterartigen Bezug. Die Lautsprecheröffnungen waren ebenfalls mit der schwarzen Netzgitterstruktur bespannt. Leuchtbänder oben an den Seiten und im Boden des Laderaums erinnerten an die Markierungen, die in Passagierflugzeugen den Weg zum Notausgang weisen.

Ein besonderer Clou steckt im Dach. Hier war ein, von außen nicht sichtbarer, zusätzlicher Stauraum verfügbar. Dieser war 2,20 Meter lang, bot 340 Liter Ladevolumen und konnte beispielsweise ein Surfbrett oder Skier aufnehmen. Als Antrieb für die Studie diente der aus dem Corsa GSi bekannte 1,8-Liter-Vierzylinder mit 125 PS (92 kW).

2002 - Astra Eco 4

Präsentation: unbekannt

Mit diesem ECO Concept starte man eine große Diesel Offensive. Der Astra erhielt einen komplett neuen 1,3 Liter Diesel Motor in der neuesten Generation der Common-Rail Direct Injection mit Mehrlochdüsen Technologie. Basis war die Corsa Eco 3 Studie. Dazu wurden Unterboden Verkleidung, bündige Radkappen, Magnesium Lenkrad, Federbeine aus Aluminium und Dämpfer mit hohlen Kolbenstangen verbaut. Der Verbrauch  lag bei nur 2,5 Liter / 100km.

2002 - Opel Concept M

Präsentation: Genfer Auto-Salon 2002

Im Zeitalter der wachsendenden Van Modelle zeigte das Concept M, welches in der Größe zwischen Zafira und Agila angesiedelt war, bereits den nur kurze Zeit später kommenden Meriva bereits sehr deutlich. Der Radstand von 2,63 Meter zeigte im Concept eher noch eine Verwandtschaft zum Astra (2,60 Meter) statt wie später zum Corsa. Die Außenmasse betrugen: 4,05 Meter lang, 1,78 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Die Insassen hatten aber in erster und zweiter Reihe fast die gleiche Sitzposition und Bewegungsfreiheit wie im Zafira. Von außen waren Klarglasscheinwerfer mit LED-Blinker und Blinker im Außenspiegel sichtbar. Das Heck zeigte hochgesetzte Leuchten.  Im inneren gab es ein Multimedia-Studio. Der Tacho bestand aus einem Bildschirm, auf dem man wie bei einem Handy individuelle Optik einspielen konnte, sogar die Simulation von konventionellen Rundinstrumenten. Die Rücksitzbank war noch nicht genau ausgeplant. Einzelsitze oder eine Rückbank waren die Optionen. Die Studie stand auf 17 Zoll Felgen.  Als Antrieb war ein 1,6-Liter-Turbo mit 150 PS (Höchstgeschwindigkeit 202 km/h) geplant, der dank Gasantrieb so sparsam wie ein Diesel sein sollte. Die zugehörigen Gasflaschen nahmen im Heck viel Platz weg. Trotzdem blieb ein Kofferraum mit 380 Litern. 

2002 - Opel Eco Speedster

Präsentation: Paris / Opel-Testzentrum Dudenhofen

So leicht hatte es das Team um Walter Treser, Direktor der Opel-Vorausentwicklung, leider nicht. Eine Denksportaufgabe höchsten Grades. Etliche Szenarien wurden am Computer durchgespielt, über 1200 Rechenoperationen damit verknüpft. Am Ende, nach knapp einem Jahr, war das Unmögliche möglich geworden und man stellte ein flacher Flügeltürer im Le-Mans-Stil unter dem Namen Eco-Speedster vor. 
Der aerodynamisch und beim Gewicht höchst effiziente Prototyp mit seiner spektakulären Langheck-Karosserie demonstrierte die Leistungsfähigkeit des 1.3 CDTI ECOTEC-Motors eindrucksvoll: Mit einer Leistung von 82 kW (112 PS) erreichte die Studie bei ersten Versuchsfahrten eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h, gleichzeitig lag der Verbrauch im MVEG-Zyklus im Bereich von nur 2,5 Litern auf 100 Kilometer. Die zweisitzige Studie basierte auf dem Mittelmotor-Sportwagen Speedster, verfügte aber über eine Kohlefaser-Karosserie mit deutlich verbesserter Aerodynamik. Mit einem drastisch reduzierten Luftwiderstand (cw = 0,20) und nochmals niedrigerem Gewicht (rund 660 Kilogramm) knüpfte das in Paris gezeigte Concept Car an den Weltrekord-GT von 1972 an.

2002 - Opel Corsa OPC

Präsentation: Essen Motor Show 2002

Auf Basis des Corsa C GSI stand auf der Essener Motor Show im November 2002 die erste Corsa OPC Studie. Mit einem Konzeptmotor ausgestattet, der auf einem 1,6 Liter ECOTEC Turbomotor basierte, standen 129 kW mit einem max. Drehmoment von 210 Nm zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 225 km/h, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h mit 7,9 sec angegeben. Ein Aerodynamik-Kit mit muskulöser Front- und Heckschürze sowie in Wagenfarbe lackierten Radläufen und Seitenschwellern zeigten einen sehr wuchtigen Corsa. Das DAS-Sportfahrwerk mit 25mm abgesenkter Karosse und 17 Zoll OPC Design Leichtmetallrädern verstärkten die Optik. Im Inneren waren Sport-Schalensitze mit blauem Alcantara-Bezug, blaue Sicherheitsgurte und eine Armaturentafel vom Corsa C GSI mit zusätzlichem Mattchrom-Dekor im Techno-Look verbaut. Käufer mussten aber bis zum Corsa D warten um einen Corsa OPC erwerben zu können.

2003 - Opel GTC Genève

Präsentation: 73. Genfer Automobil-Salon März 2003

Mit dem GTC Genève Concept Car - GTC steht für Gran Turismo Compact - gab man eine Vorschau auf das zukünftigen Design der Marke. Straffe Linien, klare Oberflächen, dreidimensionale Scheinwerfer, breite Radläufe und handwerkliche Details waren die Kernelemente der modernen Designsprache von Opel. Diese konnten bereits in Studien wie dem Snowtrekker und in Serienmodellen wie dem Speedster oder dem Vectra gesehen werden. Mit dem GTC Genève wollte man zeigen, wie sportlich eine dreitürige Sportlimousine sein kann.  Das Auto hatte ein getöntes, transparentes Dach, das sich von der Windschutzscheibe bis zur Heckscheibe erstreckte. Die Abmessungen betrugen: 4.349 Länge, 1.773 Breite und 1.352 Meter Höhe. 
Das Innere des GTC war mit sportlichen und eleganten Kaschmir- und braunen Lederpolstern ausgestattet. Das übersichtlich gestaltete Cockpit, das ohne elektronische Hilfsmittel konzipiert wurde, hatte innen in Holzkohle gehaltene Oberflächen. Einige dunklere Oberflächen unterstrichen die Betonung und stellten einen bewussten Bruch mit dem Klischee dar, dass Aluminium Sportlichkeit bedeutete.

Das Concept war die Grundlage für den Serien Astra H GTC.

2003 - Opel Insignia

Präsentation: IAA Frankfurt 2003

Studie einer Oberklasse-Limousine mit 5,7-Liter-V8-Motor.

Zweck der Studie war eine Auslotung von technischen und designerischen Möglichkeiten zwecks Realisierung einer Nachfolgebaureihe für den Admiral.

Besonderheiten des Konzeptes waren die hydropneumatische Fahrwerksfederung, der Pantopgraph-Mechanismus für das schiebetürenartige Öffnen und Schließen der hinteren Fahrzeugtüren, sowie der Heckklapp und die LED Beleuchtung. Unter der Motorhaube der Heck angetriebenen Studie steckte ein 344 PS starkes V8-Aluminium-Triebwerk. Dieses sorgte für ein Höchsttempo von 250 km/h (elektronisch abgeregelt) und realisierte den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 in weniger als sechs Sekunden. Der Motor war aus der Corvette bereits bekannt. Ihren Niederschlag fand die Abkehr von der konservativen Stufenheck-Form in der fast coupéhaften Karosserielinie und in Designdetails wie der langen Motorhaube mit den weit zurückgesetzten A-Säulen oder den pfeilförmigen Einzügen vorne und hinten. Ebenso markant waren die kurzen Überhänge der Studie mit den wohlproportionierten Abmessungen (Länge/Breite/Höhe: 4.803/1.914/1.414 mm) und dem langen Radstand von 2.915 Millimetern. Unterstrichen wurde der dynamische Auftritt des Studie zusätzlich durch seine breite Spur (1.666 mm). Als Basis für das dynamische Insignia-Konzept wählten die Ingenieure eine völlig neue Heckantriebs-Architektur, die GM für den weltweiten Einsatz in zukünftigen Fahrzeugmodellen entwickelte. Der Insignia verfügte vorne über eine Doppelquerlenker-Achse mit Schraubenfedern, die zu Gunsten eines hohen Geräuschkomforts von der Karosserie entkoppelte Fünflenker-Hinterachse sorgte für vorbildliches Kurvenverhalten und hohe Richtungsstabilität. Eine hydraulische Niveauregulierung glich unterschiedliche Beladungszustände aus. 

Hervorstechendes Gestaltungselement an der Front waren im wahrsten Sinne des Wortes der markante Kühlergrill. Er verlieh dem Stolz der Marke dreidimensionalen Ausdruck und ist zugleich Reminiszenz und Referenz an die großen Modelle, die stets zur Marke gehörten. Voll aus Aluminium gefräst und flankiert von großen seitlichen Lufteinlässen, dominierte er den pfeilförmigen Bug und signalisierte unmissverständlich Selbstbewusstsein: Das ist ein Opel mit Power unter der markanten Motorhaube. Akzentuiert mit der charakteristischen, markentypischen Bügelfalte lief sie V-förmig aus den A-Säulen heraus und stellt so eine enge Verbindung zu dem Wabengrill her. Unterstrichen wurde dessen zentrale Bedeutung zudem durch eine dezente Chromumrandung und vier prägnante Querstreben mit einem stolz hervorgehobenen Opel-Blitz auf der obersten Spange.  Einen eleganten Kontrapunkt dazu bildete die transparente Fenstergrafik ohne störende B-Säule, die von einer dezenten Chromumrandung eingefasst wurde. Große mattierte 21-Zoll-Alufelgen mit polierten Phasen und in einem Layout, das Designelemente der Karosserie wiederholte, setzten schließlich einen stark ins Auge fallenden Schlusspunkt unter die Silhouette. 

Für den Bereich der bekannten Sitz Verwandlungskünste gab es etwas neues: Der Teil des Mitteltunnels, der die beiden hinteren Einzelsitze voneinander trennte, ließ sich nach hinten unter den Gepäckraumboden schieben. Zum Vorschein kam ein zusammengelegter Sitz, der sich - elektrisch angetrieben - nach oben entfalten ließ und den Insignia in einen Fünfsitzer verwandelte. Der mit feinstem Leder und edlem Macassar-Ebenholz verkleidete Tunnel brachte aber noch mehr Geheimnisse: Die Designer integrierten eine Reihe von Luxus-Accessoires - einen DVD-Spieler mit ausfaltbarem Bildschirm, ein Kühlfach mit Platz für zwei Flaschen Champagner sowie einen Humidor zur Aufbewahrung feiner Zigarren. 

Das Cockpit mit seinen dreidimensionalen Instrumenten und die aus mattiertem und poliertem Aluminium gefertigten Bedien-Satelliten für alle wichtigen Funktionen waren ganz auf den Fahrer zugeschnitten. Dabei konnte er sich völlig auf das Wesentliche konzentrieren. Denn alle ergänzenden Bedienoberflächen, zum Beispiel für das Infotainment-System oder die Klimatisierung, verbargen sich unter raffiniert wie Geheimtüren zurück gleitenden Abdeckungen in der Mittelkonsole. Die Zifferblätter im Instrumententräger lagen vor den Zeigern, somit verdeckten diese nicht die Zahl, auf die sie gerade wiesen. Möglich wurde dies durch die Verwendung transparenter Zifferblätter, die sich durch die Beleuchtung mit modernen LED Leuchtdioden bei allen Lichtverhältnissen gut ablesen lassen. LED‘s tauchten den gesamten Innenraum stilvoll in blau-grünes indirektes Licht, das geheimnisvoll aus unsichtbaren Schlitzen in den Türen und im Dachhimmel schimmerte. Das eröffnet damals ganz neue Möglichkeiten, denn LED’s brauchten deutlich weniger Platz und zeichneten sich durch eine außergewöhnliche Lebensdauer aus. Insgesamt 405 Leuchtdioden wurden in Scheinwerfer, Rückleuchten, Nebellampen, Bremslichter, Instrumente und Innenraum verbaut. Allerdings entwickelten die kompakten Lichtspender noch eine beträchtliche Wärme, die effiziente Kühlung der Dioden war damals noch eine der wesentlichen Entwicklungsaufgaben.

2003 - Vauxhall VX Lightning

Präsentation: IAA Frankfurt 2003

Zum 100jährigen Jubiläum der Fahrzeugproduktion von Vauxhall zeigte man eine eigene technische Kompetenz und präsentierte nach vielen Jahren wieder ein eigenes Konzeptfahrzeug. Der heckgetriebene Roadster auf Basis es Pontiac Solstice sollte zur Rückkehr zu den dynamischen Wurzeln von Vauxhall Sportwagen stehen. In Zusammenarbeit mit GM North America-UK Advances Design Studios in Conventry (GB) und Opel/Vauxhall Design Center in Rüsselsheim entstand das Modell, welches  Einfluss auf den späteren Opel GT hatte. Mit der langgestreckten Motorhaus und dem kurzen Überhang war der Zweisitzer mit klassischen Sportwagen Proportionen entwickelt worden. Die dreieckigen Schweinwerfer im Klarglas-Look, die tief heruntergezogene Haube mit auffälligen Lufteinlass in V-Form wiesen auf dem Herstellernamen hin. Im Innenraum dominierten schwarzes und rotes Leder, auch der Instrumententräger war mit hochwertigem Naturmaterial bezogen. Angetrieben wurde der 4,10 lange Roadster von einem 2,2 Liter ECOTEC Vierzylinder mit 179kW/240PS, Drehmoment von 305Nm. Die Leichtmetallräder waren auf 235/45R19 von und 255/35R20 hinten verbaut. Aus Gewichtsgründen bestand die hintere Einzelradaufhängung komplett aus Leichtmetall. Ein gutes Handling und Agilität stand im ausgeglichenen 50:50 Verhältnis der Achslastverteilung.      

2003 - Opel Vectra OPC Concept

Präsentation: Essen Motor Show 2003

2002 wurde der neue Vectra als Baureihe C vorgestellt. Es dauert nicht lang, bis man auf der Essener Motor Show im Herbst 2003 eine an den GTS angelehnte Studie eines Vectra OPC präsentieren konnte. Äußerlich hatte man sich wieder dezent an das Serienmodell angelehnt, aber angetrieben wurde das Fahrzeug von einem 1,9 Liter Twin Turbo Diesel Motor. Er bot 156 kW mit einem Drehmoment von 400 Nm schon bei 1.400 U/min. Dank zweier hintereinander angeordneter Turbolader zeigte der Tacho nach 6,5 Sekunden die 100 km/h-Marke an. Die Höchstgeschwindigkeit wurde bei 250 km/h abgeriegelt. Es ist bis heute das einzige OPC Modell mit einem Diesel-Antrieb.


 

2004 - Combo Tour 1.6 CNG

Präsentation: 14. Auto Mobil International (AMI) Leipzig April 2004

Der große Erfolg der beiden bisher produzierten Erdgas-Fahrzeuge Zafira 1.6 CNG und Astra Caravan 1.6 CNG veranlassten Opel, ein drittes Erdgas-Fahrzeug ins Programm zu nehmen. Anlässlich der 14. AMI präsentierte die Opel-Tochter OSV (Opel Special Vehicles) die seriennahe Studie eines Opel Combo Tour 1.6 CNG (Compressed Natural Gas), der voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2005 auf den Markt kommen sollte. Die Studie wurde auf dem Stand des Erdgasträgerkreises gezeigt.
Wie die beiden anderen Modell hatte auch der Combo 1.6 CNG neben drei Gastanks mit 19 Kilogramm beziehungsweise 110 Litern Volumen eine 14-Liter-Benzinreserve. Vorteil des innovativen monovalentplus-Konzepts: Geht das Gas in den Tanks zur Neige und ist keine Erdgastankstelle in der Nähe, kann der Fahrer vom Cockpit aus auf die Versorgung mit Benzin umschalten. Der Aktionsradius des CNG-Combo stieg damit von 400 auf rund 550 Kilometer. Dank der einzigartigen, Platz sparenden Unterflurbauweise der Tankanlage bot der Combo CNG das gleiche großzügige Platzangebot wie die Modelle mit Benzin- oder Dieselmotor. Neben dem großzügigen Raumangebot war die hohe Wirtschaftlichkeit eine besondere Stärke. Bei einem Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich 5,3 Kilogramm Erdgas je 100 Kilometer reduzierten sich die Treibstoffkosten im Vergleich zum Diesel um rund 30 Prozent, gegenüber dem Benziner sogar um 50 Prozent. Dazu gab es von Erdgasversorger in Deutschland eine steuerliche Förderung zum Neukauf oder unterstützten den Halter mit durchschnittlich 1.500 Kilogramm kostenlosem CNG-Treibstoff.

Das 1.6 CNG-Triebwerk basierte auf dem bekannten 1,6-Liter-ECOTEC-Benzinmotor und leistete 71 kW (97 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 140 Newtonmetern. Das Aggregat wurde für den Erdgasbetrieb optimiert und wies je eine Einspritzbank für Erdgas und für Benzin auf. Bei aller Sparsamkeit realisierte der Combo1.6 CNG flotte Fahrleistungen: Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 166 km/h, der Spurt 0 auf 100 km/h lag bei 14 Sekunden. Die Unterflurtanks hatten ein Fassungsvermögen von insgesamt 110 Litern oder 19 Kilogramm. Neben Erdgas konnte der Combo 1.6 CNG auch mit Biogas betrieben werden.
    
Auch beim Thema Sicherheit zeigt sich der Combo 1.6 CNG bestens gerüstet. Die gesamte Tankanlage war am Unterboden mit stabilen Stahlspannbändern befestigt, zusätzlich wurden die Tanks durch eine Unterbodenverkleidung geschützt. Die beiden Gasbehälter, die jeweils über ein eigenes Ventil verfügen, waren aus hochfestem Stahl gefertigt, die Gasleitungen aus rostfreiem Edelstahl. Durch die Lage der Gastanks außerhalb des Aufprallbereichs war die Sicherheit für Passagiere und Umgebung gewährleistet. Die Installation der kompletten Gasanlage in die entsprechenden Serienfahrzeuge erfolgte bei der Opel Special Vehicles GmbH (OSV) in Rüsselsheim.

2004- Opel Combo Outdoor

Präsentation: IAA Hannover 2004

Dieser auf Basis des Combo entwickelte Konzeptfahrzeugs wurde in Zusammenarbeit mit Zender entwickelt. In Offroad-Optik erhielt es ein gegenüber der Serie um 20 Millimeter erhöhtes Fahrwerk, Schutzschilde für Motorraum und Kraftstofftank sowie eine verstärkte Ummantelung für das Handbremsseil. Dazu gab es schwarz lackierte Anbauteile an der Front, dem Heck, den Seitenschwellern und auf dem Fahrzeugdach, die ein robustes Äußeres vermitteln sollten. Dazu vorne und hinten einen Unterbodenschutz, auf dem Dachgepäckträger fanden Reservekanister und Ersatzrad Platz, am Heck war eine stabile Leiter montiert. Dank eines Schlechtwege-Pakets war der Combo auch für gemäßigte Ausflüge abseits der Straße gerüstet. Angetrieben wurde der "sportive Lifestyle-Van" (Original Zitat von Opel) von einem 100 PS starken 1,7-Liter-Vierzylinder-Diesel, der 5,2 Liter verbrauchen sollte. Zur weiteren Ausstattung gehörten unter anderem ein Lederlenkrad, chromumrandete Instrumente, 16-Zoll-Leichtmetallräder mit Reifen im Format 195/50, Klimaanlage, ein CD-Radio und ein Navigationssystem.

 

2004 - Opel Trixx

Präsentation: Genfer Auto-Salon 2004

Mit dieser Studie hatte man es wohl auf den Mitwerber Smart abgezielt. Die vollständige Entwicklung des Modells wurde von Vercarmodel Saro durchgeführt.  Der Zugang war mit beidseitigen Schiebetüren. Die Paradedisziplin von Opel, das Raumkonzept und die flexiblen Sitze, versuchten die Ingenieure zu verbessern. Im Trixx legte sich der Beifahrersitz auf Wunsch flach, auch die Lehne schloss bündig mit Mitteltunnel und Fondabteil ab. Platz in der über drei Meter langen Studie war für drei Erwachsene und ein Kind vorgesehen. Der Clou: In weniger als zehn Sekunden blies ein Kompressor an Bord einen Fondplatz auf, sobald der Passagier die Kopfstütze zog. Dazu klappte hinter dem Fahrer ein Kindersitz aus der Rückwand. Benutze man die Fondmöglichkeiten nicht, so passten statt dem 150 Liter Kofferraum bis zu 640 Liter Staufläche in den kleinen Trixx.
Die Heckscheibe konnte man per Knopfdruck versenken, das Glasdach fuhr nach vorn. Aerodynamisch duckte es sich hinter den Dachspoiler und verwandelte das Fahrzeug in einen Pick-up. 
Trotz der kompakten Größe war am Heck eine Schublade vorgesehen um damit bis zu zwei Fahrräder zu transportieren. Diese Finesse wurde später unter dem FlexFix Konzept in die Serie übernommen.  
Angetrieben wurde die Studie von einem 1,3-Liter-Diesel (70 PS), der eine Höchstgeschwindigkeit von 112 km/h erreichte.  Der Kühler lag auf dem Motor, dieser Kniff wurde vom Speedster übernommen.

Zum Serienfahrzeug wurde das Auto, das in Serie zwischen 13.000 bis 14.000 Euro kosten sollte, jedoch nicht. Stattdessen kam der Agila B auf dem Markt. Es war jedoch der Ausgangspunkt zum neuen Agila, so wurden verschiedene Merkmale auch in die Serienversion des Agila übernommen.

2004 - Opel Astra High Performance Concept

Präsentation: Pariser Automobilsalon 2004

Als Astra High Performance Concept (HPC) zeigte man auf dem Pariser Automobilsalon 2004 die „Hochleistungsvariante“ des Astra H GTC. Obwohl das seriennahe Modell nicht als OPC Modell präsentiert wurde, glich es doch sehr stark dem späteren Serienmodell des Astra H OPC. Auffällig war auch die Lackierung in Power Rot sowie die im Innenraum verbauten roten Sitze. Unter der geänderten Heckschürze zeigte sich eine Doppelauspuffanlage mit rechts und links platzierten Endrohren. Gegenüber dem Serienmodell präsentierten 19 Zoll Aluräder, Dachspoiler sowie ein breiterer und tieferer Lufteinlass an der Frontpartie ihre Wirkung. Wie auch später in Serie verbaut, kam ein 2,0 Liter Turbo Motor mit 177 kW zum Einbau. Er basierte auf dem bereits bekannten 2,0 Liter 147 kW Motor, der durch eine weiterentwickelte Einspritzanlage und einen modifizierten Turbolader satte 30 kW mehr-Leistung bieten konnte. Als Höchstgeschwindigkeit gab man 240 km/h an, wobei die 100 km/h-Marke bereits bei „unter 7 sec“ überschritten wurde.

2005 - Opel Antara GTC

Präsentation: IAA Frankfurt 2005

Eine 70köpfige Stylisten Crew kreierte den zwei Millionen Euro teuren GTC. Die Abkürzung stand für Gran Turismo Crossover, eine Mischung aus SUV und Coupé, Das britische Fachmagazin Autocar wählte die sportliche Offroad Studie zum "Concept of the year". Der V-förmige Kühlergrill, die fehlende B-Säule sowie 20-Zoll-Felgen aus polierten Aluminium ließen eine Dynamik zu, welche das damalige Design mit der Zukunft von SUV und Coupé verband. Dazu gab es die typische Bügelfalte in der Motorhaube sowie eine Reihe optischer und technischer Details. Die Heckklappe war zentral an einen Pantograph-Scharnier befestigt, welches nach dem Öffnen die Klappe direkt noch oben schwenkte. Somit musste man nicht zunächst einen Schritt zurück treten, bevor die Klappe öffnete. Die beiden hinteren Einzelsitze konnten vom Heck des Fahrzeuges aus völlig versenkt werden. Die Fronsitze waren auf Mono-Schienen verankert und wirkten wie schwebend im Innenraum angeordnet. Mit Hilfe eine EasyEntry-System glitten sie auf Knopfdruck ganz nach vorn um den Einstieg in den Fondbereich zu den hinteren Einzelsitzen zu erleichtern. Die beiden gegenläufigen Rundinstrumente schwebten hinter einer Scheibe und leuchteten im Dunkeln türkis. Angetrieben war die Allrad-Studie von einem 212 PS starken TwinTurbo als 1,9 CDTI-Vierzylinder. Das sehr hochwertige verarbeitete Einzelstück bot eine Vorschau auf den späteren Opel Antara, sicherlich aber auch auf den zukünftigen Astra GTC.

2005 - Opel Astra GTC Hybrid Concept

Präsentation: NAIAS Detroit

Bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch bei gesteigertem Fahrspaß bot diese Diesel-Hybrid-Studie auf Basis des Astra H GTC. Angetrieben war sie von einem 92 kW (125 PS) starken 1.7 CDTI-Motor mit wartungsfreiem Partikelfilter sowie zwei Elektromotoren mit einer Leistung von 30 und 40 Kilowatt. Je nach Fahrzustand kamen letztere zusätzlich oder alternativ zum Einsatz, was vom Motorsteuerungsmodul geregelt und vom Hybridgetriebe umgesetzt wurde. Die Boost-Funktion der Elektromotoren führte zu ausgezeichneten Fahrleistungen. Der Beschleunigungswert von null auf 100 km/h wurde in weniger als acht Sekunden angepeilt. Mit einem MVEG-Normverbrauch unterhalb der Vier-Liter-Marke knauserte die Konzeptstudie mit dem Kraftstoff.

2005 - Opel Astra Caravan TNG

Präsentation: 75. Internationalen Genfer Automobilsalon März 2005

Am 75. Internationalen Genfer Automobilsalon präsentierte man auf dem Stand von gasmobil/GVM und Rinspeed als Projektstudie den Astra H Caravan mit einem 1,4 CNG Monovalent-Plus-Antrieb. Der Kombi mit 1,4-Liter-Turbomotor wurde in Zusammenarbeit mit Opel Special Vehicles, dem Gasverbund Mittelland AG (GVM) und der BRA GmbH, dem offiziellen Erdgas-Umrüster von Opel, konzipiert, entwickelt und gebaut.

Der auf Basis eines Astra Caravan entstandenen Fahrzeuges verfügte über den kräftigen Antrieb von 135 PS und erzielt eine Spitzengeschwindigkeit von über 200 km/h. Dank Erdgasantrieb zählte er trotz dieser Leistung zu den ökologisch saubersten Fahrzeugen. Seine Stärke beruhte auf dem erdgasoptimierten Motor, welcher die hohe Oktanzahl von Erdgas voll ausnutzte. In Bezug auf die Reichweite des Monovalent-Plus-Turbos waren Strecken über 700 km kein Problem. Davon konnten über 500 km mit Erdgas und mehr als 200 km mit Benzin aus dem Reservetank gefahren werden. Bei einer Leistungssteigerung von über dreissig Prozent im Vergleich zum Serien 1,6-Liter Benzinmotor gelang es gleichzeitig, den Verbrauch zu reduzieren.

Bildquelle: obs/gasmobil ag

2006 - Opel CorsaVan

Präsentation: Auto Salon Paris Oktober 2006

Opel zeigte auf dem Auto Salon in Paris einen sportlich gezeichneten Corsa. Zwar als City-Transporter bezeichnet gab das Corsa-Van-Concept aber wohl eher einen Ausblick auf den kommenden Corsa OPC. Der Sport-Van basierte auf dem Corsa Dreitürer und hatte statt hinterer Seitenscheiben schwarz lackierte Blecheinsätze. Zum sportlichen gab es rot lackierte vordere Bremssättel, 17 Zoll große Leichtmetallräder im Fünf-Speichen-Design und OPC-Karosserie-Komponenten, wie markante Stoßfänger und Seitenschweller sowie ein Heckspoiler.
Im Innenraum zeugten schwarze Leder-Sportsitze mit roten Wangen und Klavierlack-Oberflächen für Eigenständigkeit. Im Fond herrscht Platz für Ladegut, dass durch ein Trenngitter nach vorne gesichert wurde. Die Rückbank war ausgebaut. Angetrieben war die Studie vom 90 PS starken 1.3 CDTI-Motor mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Für ein dynamisches Fahrverhalten war ein tiefer liegendes Sportfahrwerk inklusive der progressiv-variablen Lenkung des neuen Corsa Sport verbaut.

2007 - Opel Corsa Hybrid

Präsentation: IAA Frankfurt 2007

Bereits früh beschäftigte Opel sich mit GM, den Verbrauch von CO2 unter 100 Gramm zu erreichen. Dieser Corsa, welcher von einer neuen Generation eines Dieselmotors in Verbindung mit Hybridtechnologie ausgestattet wurde, erreichte bereits 2007 nur 99 Gramm CO2 Verbrauch. Basis war ein 1,3 CDTI Motor mit 75 PS (55 kW), welcher mit GM-Technologie eines riemengetriebenen Starter-Generators (BAS Belt Alternator Starter) realisiert wurde. Der Hybrid arbeitete mit einer Lithium-Ionen-Batterie. Das Dieseltriebwerk ist durch das Hybrid-System ausgeschaltet, wenn der Wagen steht. Umgekehrt reichte es den Fuß von der Bremse zu nehmen, um den Motor zu reaktivieren. Bei zusätzlichen Leistungsbedarf wird ein deutlich höheres Drehmoment beigesteuert. Die Batterie bot die notwendige elektrische Leistung für den Starter-Generator. Sie wurde mit Hilfe der regenerativen Bremsfunktion wieder aufgeladen.  

2007 - Opel Flextreme

Präsentation: IAA Frankfurt 2007

Studie eines Elektrofahrzeuges mit Range Extender.

Der Flextreme zeigte 2007 auf der IAA beispielhaft, dass besonders praktische und technisch anspruchsvolle Autos auch richtig schön sein können. Unter der attraktiven Monocab-Haut steckte das umweltfreundliche Antriebskonzept E-Flex und ein hochflexibler Innenraum mit vielen innovativen Details. In Kühlergrill, Frontschürze und Felgen waren leichte Polycarbon-Transparentblenden eingearbeitet. Aus dem gleichen Material gefertigt, reichte die von einem wirbelsäulenartigen Designelement verstärkte Windschutzscheibe weit ins Dach hinein. Die Rückansicht war von zwei Flügel-Heckklappen geprägt.
Im Opel Flextreme, dessen Armaturenlandschaft an das Monza Concept erinnerte, spielten gewichtsoptimierte und dabei maximal stabile Wabenstrukturen eine große Rolle. Diese funktionelle, geometrische Form fand sich sowohl im Instrumentenbereich als auch im Fuß- und Kofferraum sowie in der Mittelkonsole. Der Flex-Clou des Flextreme waren neben den hinten angeschlagenen Fondtüren (aus dem Meriva B bekannt) der FlexLoad Unterflur-Gepäckraum. Darin waren zwecks IAA-Showeffekt zwei Elektro-Personenroller untergebracht.

Als Vorfahr des Ampera verfügte der Flextreme auch über einen standesgemäß fortschrittlichen Antrieb. Zu den Hauptkomponenten des E-Flex-Systems gehörten eine Lithium-Ionen-Batterie in T-Form unter dem „Kardantunnel“, das elektrische Antriebsaggregat mit 120 kW/163 PS und 370 Nm Drehmoment sowie ein 1,3 Liter großer Diesel Verbrennungsmotor als Stromgenerator.

2007 - Opel GTC Concept

Präsentation: 77. Internationalen Genfer Automobilsalon März

Opel läutete mit dem GTC Concept (Gran Turismo Coupé) ein neues Design-Zeitalter ein.  Die Designsprache sollte in den nachfolgenden Opel-Modellen verwendet werden. Gleichzeitig wurde die zweite Generation der GM-Epsilon-Plattform vorgestellt. Der Viersitzer war 4,83 Meter lang, knapp 1,87 Meter breit und 1,43 Meter hoch. Sein Radstand betrug 2,73 Meter. Den Antrieb übernahm ein aus dem Vectra C OPC optimierte 2,8-Liter-V6-Turbo Motor mit 220 kW / 300 PS und manuellen Sechsganggetriebe. Die Front des Fahrzeuges wurde von markanten Lufteinlässen aus Aluminium dominiert. Die Lichtanlage war mit LED-Technik und den damit verbundenen freieren Formen realisiert. Das Opel Logo wurde überarbeitet und hatte den Firmennamen im oberen Teil des nun etwas schmaleren Ringes, der Blitz wurde etwas plastischer. Die Seitentüren beinhalteten einen stark ausgeprägten Schwung. Am Heck fielen abgedunkelte Rückleuchten, ein kleiner Heckspoiler und zwei Auspuffrohre auf.
Das Armaturenbrett war bereits sehr eng an die spätere Serienfertigung des Insignia A angelehnt. Die Armaturenbeleuchtung leuchtete rot, diese Farbe fand sich auch in den Ziernähten wieder. Durch Verschieben und Umklappen der Fondsitze konnte mit dem "Flex4"-System eine ebene Ladefläche erreicht werden. Dazu mussten weder Sitze aus- noch eingebaut werden.


2007 - Opel Vivaro VPC

Präsentation: AutoRAI Amsterdam 2007

Auf Basis des Opel Vivaro in der Transporterversion zeigte man eine Sportversion, der sich an den OPC-Linie Modellen der Pkw`s orientierte. Er erhielt eine Rundum-Verspoilerung, bestehend unter anderem aus Front-, Heck- und Dachspoiler sowie Seitenschwellerverkleidungen. Eine Dachreling und große Leichtmetallfelgen sowie Doppelrohrauspuffe rundeten die äußerliche Verwandlung ab. Das Cockpit wurde mit Leder-Sportschalensitze und einem Lederlenkrad aufgewertet. Zur weiteren Ausstattung zählen Klimaanlage, Park-, Regen- und Lichtsensoren, Navgationssystem und Nebelscheinwerfer. Der 3,8 Kubikmeter fassende Laderaum erhielt einen Holzboden. Als Antrieb war ein 2,5-Liter-Turbodiesel mit 146 PS, Partikelfilter und Euro 4-Einstufung montiert. 

Insgesamt sollten nur 100 Fahrzeuge vom VPC aufgelegt werden. In den Niederlanden, wo der VPC ausschließlich angeboten wurde, soll der Preis bei 34.900 Euro zuzüglich Steuern gelegen haben. 

2008 - Opel Meriva Concept

Präsentation: 78. Internationalen Genfer Automobilsalon 2008

Zu dieser Zeit waren Monocab Karosserielinie sehr beliebt. Man spricht davon, wenn ein Fahrzeug sich nicht optisch klar mit abgesetzten Motor- und Kofferraum zeigt. Damals waren die meisten Vans, wie auch der Meriva, Zafira oder Agila, sehr angesagt. Mit einem so genannten FlexDoors-System sollte dieser Meriva Concept ein neuen Maßstab in Sachen Flexibilität zeigen und auf die zweite Baureihe hinweisen. Die hinten angeschlagenen Fondtüren schwenkten beim Öffnen zum Fahrzeugheck und ließen sich dank der vorhandenen B-Säule unabhängig von den Fronttüren öffnen, ein Novum im damaligen Markt. Die Opel-Neuheit sollte den Einstieg in den Innenraum wesentlich erleichtern und zugleich eine Reihe von Sicherheitsvorteilen gegenüber herkömmlichen Türen bieten. Das FlexDoors-System wurde beim Meriva Concept mit dem FlexSpace-Konzept der vielfältig konfigurierbaren Rücksitze kombiniert, das aus dem Meriva A bekannt waren. Dazu sollte die neue Formensprache sichtbar werden. Die Seitenlinie zeigte die markante, sichelförmige Sicke, die schon Kennzeichen der Studien GTC Coupé und Flextreme war. Besonders auffällig ware der Schwung in der Fensterlinie auf Höhe der B-Säule, der den hinteren Passagieren eine besonders gute Aussicht ermöglichte. Eine leicht nach hinten abgesenkte Dachlinie sollte den insgesamt dynamischen Charakter des Monocabs betonen. Am Heck fanden sich vor allem bei den Rückleuchten Anklänge des damals gerade eingeführten Insignia A wieder. Das Concept wurde fast unverändert in die spätere Serie des Meriva B übernommen.

2009 - Opel Ampera

Präsentation: 79. Internationalen Genfer Automobilsalon 2009

Technisch auf dem Chevrolet Elektro-Konzept Volt wird die Studie eines Elektrofahrzeuges mit Range Extender vorgestellt. Ohne Ecken und Kanten wurde die Karosserie optimiert, so das vor allem die Aerodynamik stimmte. Die Lithium-Ionen-Batterien verteilte sich in T-Form über das Chassis. Das musste so sein, weil der Energie-Speicher immerhin stolze 180 Kilo auf die Waage brachte. Große Displays ersetzten die Rundinstrumente und zeigten den Ladezustand der Batterie an.
Das Modell ist fast unverändert später in Serie gegangen.

2010 - Opel Flextreme GT/E

Präsentation: 80. Internationalen Genfer Automobilsalon 2010

Unter dem auffällig gestalteten Blechkleid des Fünftürers steckte die gleiche Technik wie beim Ampera – also ein Elektromotor, der von Lithium-Ionen-Akkus mit Energie versorgt wurde. Mit einer Akkuladung sollte die viersitzige Fahrzeugstudie bis zu 60 Kilometer weit fahren können. Bei leeren Batterien wurden sie von einem 1,4-Liter-Verbrennungsmotor mit 72 PS , der als Generator fungierte, wieder geladen. Dadurch stieg die Reichweite auf bis zu 500 Kilometer an, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 200 km/h. Genau wie beim Meriva hatte auch die Studie gegenläufig öffnende Türen. An der Front mit der flachen Motorhaube fielen pfeilförmige Leuchten sowie ein breiter trapezförmiger Kühlergrill ins Auge. Die Silhouette des 4,76 Meter langen Stromers war mit der nach hinten abfallenden Dachlinie, dem ausladenden Heck und der schwarzen B- und C-Säule besonders windschnittig gezeichnet. (Breite 1,87 Meter) Dank der niedriger Höhe (1308 Millimetern) sowie kleinen Stirnfläche und einem glatten, gekapselte Unterboden wurde besonders wenig Luftwiderstand aufgebaut. Durchsichtige, bündig montierte Abdeckungen der schmalen 21-Zoll-Leichtmetallfelgen (auf Reifen 195/45) minimierten Turbulenzen an den Rädern. Der Luftwiderstandswert lag bei nur 0,22.
Für die äußeren Karosserie-Bauteile verwendete man zur Gewichtseinsparung leichte Kohlefaser-Verbundwerkstoffe, bei den Fenstern kamen Polykarbonat-Kunststoffe zum Einsatz, für strukturelle Komponenten nutzte man Aluminium-Legierungen. Das Resultat war eine Gewichtsersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Materialien um 40 Prozent. Das Dach war von einer mittig angebrachten Glasscheibe geteilt, die im Winter Licht und somit Wärme durchlies. Im Sommer konnte das Glas abgedunkelt werden, damit sich der Innenraum nicht zu stark aufheizte. Ein weiteres Gimmick war in den hinteren Radkästen versteckt. Dort fuhren ab einer Geschwindigkeit von 50 km/h parallel zur Karosserie verlaufende Spoiler aus, die die Aerodynamik des Fahrzeugs zusätzlich verbessern sollten.

2010 - Opel GTC Paris

Präsentation: Auto Salon Paris 2010

Zwar firmiert der Opel GTC Paris noch als Studie auf dem Auto Salon, doch dahinter verbarg sich aber bereits die Serienversion des späteren Serien Dreitürer Astra J GTC. 
Der Opel-Designer Adam Smith hatte Elemente des Astra- und des Insignia-Designs verwendet und einen muskulösen Dreitürer geschaffen, der aussah wie ein Coupé, tatsächlich aber ein klassischer Fünfsitzer war. Stilbildend wirkte die sichelartige Linie, die über die Fahrzeugseite nach oben lief und die Schultern des GTC betonte. An der Front kam ein relativ kleiner Grill zum Vorschein, der im Kontrast zu den großen Lufteinlässen unterhalb stand., Dazu waren LED-Tagfahrleuchten im Sicheldesign verbaut. 
Unter der Haube wurde ein Zweiliter-Turbo mit Direkteinspritzung mit 213 kW/290 PS verbaut. Die Leistung wurde mittels eines Sechsgang-Getriebes auf die Vorderachse übertragen. Dazu gab es ein Sperrdifferential und eine neue Generation des sogenannten Flex-Ride-Fahrwerks. Stopp-Start-Technik für Spriteinsparung im Stadtverkehr war auch verbaut. Die 21-Zoll-Felgen kamen später in der Serienversion nicht zum Einsatz. 

2010 - Opel Portofino

Präsentation: unbekannt

Auf Basis des Corsa D entstand dieses Cabrio mit Verwendung des Stoffdaches des Astra G Cabrio. Der Kofferraum wurde als Schublade ausgeführt, dazu gab es einen integrierten Fahrradträger.

2010 - Opel Parabolica

Präsentation: unbekannt

Aerodynamische Konzeptstudie mit Cw-Wert unter 0,20.

 

2010 - Opel Vivaro e-Concept

Präsentation: IAA Hannover Sep 2010

Zielvorgaben für die Konzeptstudie, die auf Basis des Vivaro entstand, war eine rein elektrische Reichweite von 100 Kilometern. Sollte mehr Reichweite benötigt werden, so sollte ein ein Verbrennungsmotor anspringen und als Range Extender die Hochvoltbatterien wieder aufladen. Die umweltfreundliche Mobilität sollte damit nun auch den Kunden im Nutzfahrzeugsektor schmackhaft gemacht werden.

Mit vollgeladener Batterie und vollem Benzintank schaffte der Vivaro eConcept in Summe eine Strecke von 400 Kilometern. Man konnte den Vivaro eConcept an einer haushaltsüblichen Steckdose mit 230 Volt aufladen. Die Ladezeit wurde nicht bekannt gegeben. Die Batterien (Lithium-Ionen-Akkus) waren im Boden des Transporters untergebracht und sorgten mit dem tiefen Schwerpunkt für günstige Fahreigenschaften.
Der Elektromotor leistete 111 kW (148 PS) und erzeugt ein Drehmoment von 370 Newtonmetern. Die zulässige Nutzlast von 750 Kilogramm und ein Ladevolumen von fünf Kubikmetern machten den Elektro-Vivaro zu einem vollwertigen Transporter.

2011 - Opel Zafira Tourer Concept

Präsentation: 81. Internationalen Genfer Automobilsalon 2011

Kurz vor der Vorstellung des neuen Zafira C auf der IAA im Herbst 2011 stellt man zu beginn des Jahres in Genf die Studie Zafira Tourer Concept vor und gab somit bereits einen konkreten Ausblick auf das Design des nächsten Serien-Zafiras. Die Ähnlichkeiten mit dem Ampera, eine auffallende markante Front mit den pfeilförmig geschwungenen Scheinwerfern und den beiden Lufteinlässen des trapezförmigen Grills waren bereits vorhanden und ließen eine klare Verwandschaft zum Ampera erkennen. Die pfeilförmigen Tagfahrleuchten, das adaptive Fahrlicht AFL mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und die Nebellampen waren hinter einer ebenfalls pfeilförmigen Plexiglasabdeckung untergebracht. Vom Grill bis zur Frontscheibe zog sich die charakteristische Bügelfalte über die Motorhaube. Die dunklen Heckleuchten waren ebenfalls in Pfeil-Optik mit LED-Technologie ausgeführt. Die horizontale Aluminiumspange mit dem Opel-Blitz zog sich bis weit in die Leuchtenelemente.

Die Studie stand auf 20-Zoll-Doppelspeichen-Aluminiumfelgen mit Reifen im Format 245/40 R 20. Unter fünf, in die Speichen integrierten schmalen Verkleidungen verbag sich ein ungewöhnliches Detail: Die Opel-Designer hatten sie als ebenso dekorativen wie funktionalen Radmutternschutz entworfen. Mit einem Handgriff ließ sich das „Versteck“ entriegeln, die Klappen öffnen sich sternförmig und gewähren Zugriff auf die Radbolzen.

Für einen lichtdurchfluteten Innenraum sorgte die Panorama-Windschutzscheibe, an die sich nahtlos ein großzügiges Glasdach bis ins Heck anschloss. Der Clou: Eine zweite Scheibe aus hochwertigem Kunststoff wurde an den Rändern durch LEDs beleuchtet. Die darin enthaltenen winzigen Metallpartikel reflektieren ein warmes Licht, welches sich in verschiedenen Gelbtönen variieren ließ.

Das bekannte Flex7-Sitzkonzept des Zafira wurde weiter entwickelt. Die dritte Reihe konnte im Boden versenkt werden. Dank eines neuartigen Klappmechanismus bildete die Rückenlehne des mittleren Sitzes in der zweiten Reihe die komfortablen Armlehnen für die beiden äußeren Passagiere. Die Außensitze fuhren schräg nach hinten in Richtung Fahrzeugmitte und sorgen für optimale Bequemlichkeit und ein Maximum an Bein- und Armfreiheit. Elektrisch gesteuerte, drehbare dreiteilige Kopfstützen schwenkten in der Lounge-Einstellung um 90 Grad in die horizontale Position, wobei sich die beiden äußeren Elemente leicht nach vorn wölbten.

In der ersten Sitzreihe dominierte ein großes Touchscreen-Display die Mittelkonsole und vermied dadurch zu vielen Tasten. Mit den flexibel und schwenkbar gelagerten Tablet-Computer an den Rücklehnen der Vordersitze war in der zweite Reihe im Internet surfen möglich oder es konnten Multimedia-Anwendungen gesteuert werden.

Vieles wurde später in der Serienversion umgesetzt.

2011 - Opel RAK e

Präsentation: IAA Frankfurt 2011

Anlässlich der zentralen Themen der 64. IAA, welche sich mit Energiekosten, Effizienz und Leichtbau beschäftigen, stellte Opel den RAK e vor und öffnet damit ein neues Kapitel der Elektromobilität.  Das Leichtbaukonzept basierte auf einem Spaceframe mit einer recyclingfähigen Kunststoff-Außenhaut und vermeidet damit den kostenintensiven Einsatz von Spezialwerkstoffen. Der Tandem-Zweisitzer, dessen Fahrgastzelle an ein Segelflugzeug erinnerte lässt den Fahrer vorn in einer Art Pilotenkanzel sitzen, dahinter den Beifahrer. Zu Gunsten eines komfortablen Einstiegs kippte die Kuppel samt Vordersitz, Lenksäule und Armauflage automatisch nach vorne. Den Effekt dieser Aktion steigerte noch die Fernbedienung per Smartphone. Pedalerie und Lenkrad ließen sich an die Größe des Fahrers anpassen.

Die technischen Daten waren: Rund drei Meter lang, 119 cm hoch, 600 mm Spurweite an den Hinterräder, 380 kg Eigengewicht, Wendekreis 5,5 Meter. Der Antrieb bestand aus einer E-Maschine mit 10,5 kW/14 PS Dauerleistung mit einer 10sec Spitzenleistung von 36,5 kW/49 PS. Der max. Drehmoment betrug 58 Nm, die Vmax wurde mit 120 km/h sowie einem Beschleunigungswert von weniger als 13 Sekunden von null auf Tempo 100 km/h angegeben. Dazu war eine auf 45 km/h gedrosselten Variante möglich, die bereits 16jährige ihre automobile Karriere starten lassen könnte. Die Bezeichnung RAK e war an den legendären RAK 2 angelehnt. 


 

2012 - Opel RAD e

Präsentation: Genfer Auto-Salon März 2012

Angelehnt an den Konzeptwagen "Rak e" stellte man zum 150. Geburtsjahr von Opel die E-Bike Konzeptstudie „RAD e“ vor. Das Bike galt als Erweiterung der Elektromobilitätsstrategie von Opel, ein sportliches E-Bike mit Pedelec-Antrieb und 250 Watt-Elektromotor. Der Rahmen war dabei fast vollständig frei tragend. Um das Gewicht zu verringern, wurden sämtliche Teile durch Presstahl ersetzt. Dadurch war das „RAD e“ sehr leicht, trotzdem aber robust. Ein Zeichen für die zukunftsgerichtete Sichtweise von Opel.

2013 - Opel Adam Rocks Concept

Präsentation: Genfer Auto-Salon 2013

Diese Mini-Crossover-Studie auf Grundlage des kurz vorher eingeführten Adam hatte auffallenden Proportionen die das Fahrzeug kraftvoller präsentierte. Der 3,70 Meter lange Crossover war für Ausflüge in das Gelände geeignet, das Fahrwerk wurde um 15mm erhöht. Ein elektrisch verschiebbares Stoffverdeck sollte beim Rocks Concept für Cabrio-Feeling sorgen. Eine spezielle Wetter-App konnte aufziehenden Sturm und Regen rechtzeitig erkennen und das Verdeck somit automatisch schließen. Zu den weiteren Details der Offroad-Kosmetik gehörten markante Verkleidungen um die Seitenschweller und das mittig angeordnete Auspuffendrohr im OPC-Design. Im Innenraum erzeugte man mit hellbraunen Nappalederbezügen eine "Premium-Anmutung".
Die Studie ging später in Serie.


 

2013 - Opel Monza Concept

Präsentation: IAA Frankfurt 2013

Obwohl klar war, das dieses Conceptfahrzeug nicht in Serie gehen würde, zeigte man aber damit die Formensprache künftiger Modelle. Eine Verbindung von deutscher Präzision und innovativer Technologie, von höchster Effizienz und maximaler Vernetzung sollte diese Fahrzeug bringen. Der Elektroantrieb stammte im Prinzip vom Ampera, und ein neuer Einliter-Dreizylinder für Erdgas-Betrieb sorgte für volle Batterien und mehr Reichweite. Die Front mit den schmalen LED-Scheinwerfern und dem markanten Falz auf der Haube wirkte kraftvoll und entschlossen, das Bumerang-Motiv der äußeren Lufteinlässe fand sich auch an den vorderen Flanken und den Heckleuchten wieder. Ansonsten dominierten klare, fließende Linien, die weder von unnötigen Ornamenten noch von Außenspiegeln oder einer B-Säule gestört wurden. Dass sich die Designer von einem Windhund inspirieren ließen, erkannte man speziell an den eingezogenen Schwellern vor den hinteren Radläufen. Der Clou waren die breiten, weit ins Dach gezogenen Flügeltüren, die sich nach Druck auf ein Sensorfeld automatisch öffneten und einen überraschend bequemen Zugang selbst in den Fond ermöglichten. Die Abmessungen waren 4,69 Meter Länge und 1,31 Meter Höhe, Platz für vier Erwachsene und 500 Liter Kofferraum. Im Inneren saß man rund 15 Zentimeter tiefer als üblich und verzichtete auf herkömmliche Instrumente und Tasten. Alles wurde über Bildschirme gesteuert. Insgesamt 18 LED-Projektoren ergaben erstmals in einem Auto ein Multifunktionsdisplay, das die gängigen Fahrerinformationen ebenso einspielen konnten wie sämtliche Infotainment-Dienste oder rein dekorative Elemente. Die Bedienung erfolgte über Lenkrad, Sprachsteuerung und Smartphone. Letzteres sorgte für die Vernetzung mit der Außenwelt, die sich in drei Stufen herstellen ließ. Die erste Funktionstaste "me" konzentrierte das Multimedia-Angebot ganz auf den Fahrer, die zweite "us" erlaubte Passagieren den Zugang zu eigenen Dateien und Netzwerken über das Bordsystem, und die dritte "all" ermöglichte die Kommunikation mit der gesamten Internet-Community. So konnte man etwa seine Routenplanung ins Netz stellen, wenn Mitfahrer willkommen sind – eine neuartige Form des Carsharings und eine wegweisende Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Die Schnittstellen nach draußen waren hingegen weiter gekappt, denn statt Außen- und Innenspiegel zeigten Kameras den rückwärtigen Verkehr und spielen ihre Bilder am oberen Rand des Cockpits ein. Zudem waren die Seitenscheiben fest eingebaut.

2014 - Opel Astra OPC Extrem

Präsentation: Genfer Auto-Salon 2014

Der OPC Extreme wurde auf Basis des Opel Astra OPC Cup als Studie konstruiert. Unter der Haube kam ein 2-Liter-Turbomotor mit 300 PS zum Einsatz, der stärkste Opel-Vierzylinder aller Zeiten. Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles Sechsganggetriebe. Das mechanische Sperrdifferenzial von Drexler wurde unverändert aus dem Cup-Rennwagen übernommen. Um das Gewicht drücken zu können, wurde mit Karbon gearbeitet: Heckflügel, der Diffusor, der Bugspoiler, die Motorhaube, die Domstrebe, die Motorabdeckung, die kompletten Räder, die hintere Radhausentlüftung und die gesamte Dachpartie – alles gefertigt aus dem hochfestem und superleichten Kohlefaserverbund. Allein die Karbonfelgen sparten im Vergleich zu herkömmlichen Alurädern etwa 20 Kilogramm ein, das Karbondach wog 2,6 Kilogramm statt 9,3 Kilogramm. Der Motor sparte mit seiner allgegenwärtigen Leichtbauweise 100 Kilogramm im Vergleich zum damals aktuellen Astra OPC ein. Die 19 Zoll Räder waren auf 245/35 verbaut. Das Fahrwerk (Feder/Dämpfer) lies sich wie bei einem echten Tourenwagen einstellen.
Noch nie war ein Straßenauto so nah an der Rennversion, zu kaufen gab es das Modell aber leider nie.

2015 - Opel Vivaro Surf Concept

Präsentation: IAA Frankfurt 2015

Der Vivaro Surf Concept basiert auf dem Großraum-Van mit Doppelkabine, der je nach Bestuhlung für fünf bis sechs Passagiere Platz bot. Zutritt erhielten die Passagiere der zweiten Reihe über Schiebetüren auf beiden Fahrzeugseiten. Hinter den beiden Sitzreihen bot er einen abgeschlossenen Laderaum, der bis zu 3.200 Liter – und bei langem Radstand sogar bis zu 4.000 Liter Gepäck fasste. Den Auftritt als Freizeitmobil unterstrich er durch eine Zweifarbigkeit, die durch eine Sonderlackierung plus zusätzlicher Folierung entstand sowie spezielle Leichtmetallfelgen. Im bis zu 1,95 Meter langen Laderaum sicherte ein Schienensystem mit Zurrösen den sicheren Ladungstransport. Auf dem Dach erledigt dies ein Dachträgersystem. Im Passagierabteil sorgte das Tourer Paket für schwarze Lederoberflächen mit silbernen Kontrastnähten auf fast allen Bauteilen. Hinzu kam ein Lederlenkrad und ein Lederschaltknauf. Für Komfort sorgte eine Klimaautomatik und optional eine Standheizung. Die multimediale Vernetzung oblag einem Infotainmentsystem mit Online-Anbindung. Zudem war der Vivaro Surf Concept mit zahlreichen Sicherheits- und Assistenzsystemen bestückt. Antriebsseitig kam ein 1,6-Liter-Biturbodiesel mit 140 PS und 340 Nm zum Einsatz. Für Federungskomfort sorgte eine Luftfederung an der Hinterachse, zugleich konnte sie die Fahrzeughöhe im Zusammenspiel mit verkürzten Federn um rund sieben Zentimeter auf 1,90 Meter absenken. Zuerst dachte man an eine "Limited Edition", realisiert wurde die Ausstattung aber nie. 

2016 - Opel GT Concept

Präsentation: Genfer Auto-Salon

Mit dem avantgardistischen Opel GT Concept erinnerte man sich an den vor fast genau 50 Jahren früher präsentierten Opel GT. Die Studie sollte zeigen, wofür Opel in 2016 stand: selbstbewusst, innovativ und begeisternd. Dafür hatte man eine kraftvolle wie klare Formensprache gefunden. Der Opel GT Concept hatte eine lange Motorhaube, verzichtete auf eine Kofferraumklappe und war mit einem in die Mitte gerückten Doppelauspuff ausgestattet. Die Türen waren weit in das Dach hinein gezogen und tauchten beim Öffnen in die vorderen Kotflügel ein. Als Öffner der elektrischen Türen dienten Tastflächen im Dach. Neben Türgriffen wurden auch die Scheibenwischer und die Außenspiegel weggelassen. Sie sind durch zwei Kameras ersetzt, die ihre Bilder auf Monitore im Innenraum wiedergeben. Statt der früheren Klappscheinwerfer wurde aktuellste Matrix-LED-Technologie verbaut.
Ein Highlight war auch der Innenraum. Er kam komplett ohne Knöpfe aus und hatte ein lernfähiges Infotainment-System. Eine optische Besonderheit des Cockpits war die Panorama-Windschutzscheibe, die nahtlos ins gläserne Dach überging. Für Stabilität sorgte der geschwungene Armaturenträger aus gebürstetem Aluminium, der als tragende Verbindung zwischen den A-Säulen fungierte. Das Interieur prägte glatte, knopflose Flächen, die dem Innenraum einen klaren, reduzierten Charakter gab. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über Sprachbefehle oder das mittige Touchpad. Technisches Highlight ist das Infotainmentsystem, das lernfähig war und sich auf den Fahrer einstellte. So erkannte das System anhand der Sprachkommandos, Lenkradbewegungen und sonstigen Einstellungen, was der GT-Lenker am liebsten mochte. Daraus konnte das Fahrzeug seine eigenen Rückschlüsse ziehen und bot dem Fahrer Musik, Streckenführung und Klimaeinstellungen an. Bei Gefahr konnte das Auto den Fahrer warnen. Als Anzeigeflächen standen die klassisch anmutenden Rundinstrumente zur Verfügung. Sie konnten Fahrdaten und Multimedia-Inhalte dreidimensional darstellen und war damit eine Weiterentwicklung aus der Monza-Studie von 2013.

Klassisch war der Antrieb. Ein Einliter-Turbo, bekannt aus Adam und Corsa, der weit hinter der Vorderachse montiert wurde und wie es sich für einen Sportwagen gehörte die Hinterachse antrieb. Auf 145 PS und 205 Newtonmeter getunt, hatte der Dreizylinder mit den knapp 1000 Kilo der Studie leichtes Spiel. Ein Sprint auf 100 km/h war in weniger als acht Sekunden geschafft, die Höchstgeschwindigkeit lag bei mindestens 215 km/h.
Auffällig waren auch die roten Vorderreifen, die eine Reminiszenz an das Motorrad „Motoclub 500“ aus dem Jahr 1928 darstellte.
Obwohl damals über eine Serienreife spekuliert wurde, kam die Studie nie zur Serienreife.

2018 - Opel GT X Experimental

Präsentation: Internet August 2018

Der Opel GT X Experimental repräsentierte ein kompaktes, vollelektrisches SUV-Modell mit fünf Türen und Coupé-Anmutung. Zudem sollte die Studie einen Ausblick auf künftige Opel-Modelle geben, welche die neuen Opel-Werte „deutsch, nahbar, aufregend“ klar zum Ausdruck bringen sollen. Opels „New Germanness“ berufen sich nach eigenen Angaben auf das Beste der traditionellen deutschen Werte – ausgezeichnete Ingenieurskunst, die Faszination für präzise ausgearbeitete Produkte, der unbedingte Fokus auf Funktionalität, Qualität und Zuverlässigkeit – und verknüpfte dies mit einer warmen und weltoffenen Haltung. Als neues Markengesicht wurde der Opel Vizor vorgestellt, der die Frontoptik der zukünftigen Modelle ab 2020 prägen soll. Alle 4 Einstiegstüren lassen sich im 90 Grad Winkel öffnen und bieten ungehinderten Zugang zum Innenraum.  Das Heck führt das Design der Front fort und zeigt den Opel Kompass. Beim Kompass kreuzen sich zwei prominente Achsen mit dem Markenemblem: Dies ist zum einen die charakteristische Bügelfalte auf der Motorhaube und zum anderen die flügelförmige Grafik des Tagfahrlichts. Der legendäre Blitz steht dabei im Mittelpunkt der Gestaltung. Das Logo wird von flügelförmigen LED Rücklichtern eingerahmt. Gelbe Linien auf den Felgen erinnern an die gelbe Signatur der Karosse, das digitale Blitzsymbol in den Felgen rotiert nicht mit. Die Elektrifizierung weist auf das Ziel hin, alle Opel Modelle bis 2024 auch elektrisch anzubieten. Unterhalb der Fondtür gibt eine dreieckige LED Anzeige den Ladestatus der Batterie an. Eine Pure Panel im Innenraum soll die digitale Verschlankung zeigen. Herausnehmbare Lautsprecher unter den Kopfstützen der Sitze ermöglichen auch außerhalb des Autos perfekten Sound. Alle Funktionen und Module wurden mit dem Ziel entwickelt, ein klares Design zu schaffen und auf unnötige Elemente zu verzichten.

2019 - O-Team Zafira Life

Präsentation: 25. Mai 2019 Opel-Treffen Oschersleben

In Anlehnung an die US-amerikanische Kultserie aus den 1980er Jahren „Das A-Team“ und den dort genutzten Van vom Typ GMC Vandura G20 präsentiert Opel auf dem Treffen in Oschersleben den „O-Team Zafira Life“. Der Buchstabe „O“ steht natürlich für Opel. Das Einzelstück ist ausgestattet mit dicken Rädern, Frontbügel, großem Heckflügel und spezieller Farbgebung. Auch akustisch setzt das Concept Car mit bollerndem V8-Sound ein Zeichen – auch wenn unter der Haube eine Serien-Vierzylinder steckt.
Die von OSV gewählte Basis bildet der kurz vorher erst präsentierte neue Zafira Life als Sechssitzer mit mittlerer Länge, langem Radstand und Vollausstattung mit Zwei-Liter-Dieselmotor 177 PS und 400 Newtonmeter mit Acht-Gang-Automatikgetriebe. Um einen Motorklang mit der Stimmlage eines V8-Benziners zu generieren, wurde ein Soundmodul eingebaut. Ein Endrohr im OPC-Design wurde zudem unter dem Fahrzeug angebracht. Eine zusätzliche Endstufe und Hochleistungslautsprecher verwandeln die Akustik im Innenraum mit 800 Watt Systemleistung:
Die Lackierung, welche an der Konzeptstudie Opel GT X Experimental erinnert, ist in Dunkelblau, Weiß und Neon-Gelb gehalten und setzt auch im Innenraum besondere Akzente. Eine dazu passende Scheibenfolierung, ein eigens angefertigter stattlicher Dachspoiler, ein Frontbügel und Seitenschweller runden den Auftritt ab. Dazu kommen eine tiefergesetzte Karosserie, Luftfederung (absenkbar in Parkposition via Fernbedienung), eine Vier-Kolben-Bremse mit 380-Millimeter-Scheiben vorn und 20 Zoll große Leichtbau-Schmiederäder von BBS mit Michelin-Cup-2-Bereifung.
Der Innenraum erinnert nicht nur an den Insignia GSi, die Performance-Sportsitzen sind auch mit gelben Akzenten verbaut. In den Reihen zwei und drei finden sich jeweils zwei drehbare „Captain’s Chairs“ vor, die mit Leder und Alcantara bezogen sind. Der Van ist mit sämtlichen Anbauten vom TÜV zertifiziert und hat laut Opel somit eine Chance auf Serienverwirklichung. Warten wir es ab.